Nutzen und Rechtslage der Handy-Standortbestimmung
Handy-Ortung: Spionieren mit dem Mobiltelefon
Yasmin Kötter
Um Handys zu lokalisieren, müssen sich Kunden online registrieren und ihren Account per E-Mail bestätigen. Danach muss ein Konto für das jeweilige Gerät eingerichtet werden. Geortet wird entweder online oder mit dem Handy per SMS-Abfrage. Neben herkömmlichen Mobiltelefonen lassen sich mit Avetana auch verschiedene GPS-Ortungsgeräte von Firmen wie Corscience oder Sanav orten.
Tiere oder Fahrzeuge, die mit den GPS-Geräten versehen sind, lassen sich auf diese Weise genauso lokalisieren wie Windows-Mobile-PDAs mit GPS-Modul, auf denen die kostenlose Software Phonetracker installiert ist. Die GPS-Ortung ist dabei mit 15 Cent günstiger als die Ortung über das Mobilfunknetz mit 49 Cent.
Cognid Locate 24: Guter Schutz vor Missbrauch
Ein Dienst vor allem für Viel-Orter per Mobilfunknetz und GPS: Kunden wählen zwischen zwei Tarifen, jeweils mit einer Vertragslaufzeit von mindestens drei Monaten. Einmalig fallen bei beiden fünf Euro Einrichtungsgebühr an. Tarif 1 kostet monatlich vier Euro, der Preis für die Positionsanfrage liegt bei 39 Cent und der Versand einer SMS zum georteten Handy wird mit 17 Cent berechnet. Der teurere Tarif 2 verursacht monatliche Kosten von 7,50 Euro. Dafür sind die Einzeldienste günstiger: 19 Cent für eine Lokalisierung und 17 Cent pro Textnachricht.
Handy-Ortung: Spionieren mit dem Mobiltelefon
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Bei der Anmeldung eines Handys geht Cognid auf Nummer sicher: Ein kurzer Antrag ist nötig, in dem der Neukunde seine Handy-Nummer mitteilt und schriftlich sein Einverständnis für die Ortung erklärt. Das machen sich die übrigen vorgestellten Dienste einfacher und lassen für einen Missbrauch kleine Hintertürchen offen. Schließlich dürfte das Versenden einer SMS von einem fremden Handy den meisten leichter fallen, als deren Unterschrift zu fälschen.
Ehebruch24: Vertrauen durch Kontrolle des Partners
Bei der Seite Ehebruch24 handelt es sich nicht um ein Kennenlern-Portal, sondern ebenfalls um einen Handy-Ortungs-Dienst. Bei den verfügbaren Netzen gibt es keine Einschränkung: T-Mobile unterstützt Ehebruch24 genauso wie Vodafone, Eplus und O2. Schnüffeln ohne das Wissen des anderen ist hier nicht erwünscht: Eine gegenseitige Ortungsgenehmigung ist nötig. Eine Einrichtungsgebühr entfällt, ebenfalls eine monatliche Pauschale. Die Kunden bezahlen für jede Ortung 99 Cent.
Handylokator: Mitarbeiter überwachen
Handylokator liefert eine interessante Idee für Firmen-Chefs: "Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Position von Mitarbeiterhandys." Wer wissen möchte, ob der Untergebene wirklich krank beim Arzt oder doch im Restaurant sitzt, zahlt 40 Cent pro Positionsbestimmung. Zumindest ist auch hier eine Zustimmung des Gegenübers per E-Mail unvermeidlich.
Stimmt derjenige zu, taucht er online namentlich in der Liste der ortbaren Handys auf und lässt sich beliebig lokalisieren. Mit einer Einschränkung: Die Tracking-Freigabe für ein bestimmtes Handy kann jederzeit durch Versenden einer Sperr-SMS wieder zurückgenommen werden.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
« zurück 1 | 2 | 3 | 4 | 5 weiter »
Mehr über: Mobiltelefon, Handy-Ortung, Handy im Alltag, GPS
-
Handy-Ortung: Bundesregierung bremst Hobby-Spione
Lokalisierung von Handys nur mit schriftlicher Zustimmung des Besitzers -
Übersicht: Handys und Tarife für Kinder
Kandy Mobile und Toggo Mobile kämpfen um den Nachwuchs -
Handy-Software: Ich weiß, wo deine Freunde sind
GyPSii: Facebook-Klon mit Geo-Genen
Links zum Artikel
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben








