Nutzen und Rechtslage der Handy-Standortbestimmung
Handy-Ortung: Spionieren mit dem Mobiltelefon
Handy
Natürlich gibt es Tricks, diese Sicherheitsmaßnahme zu umgehen: Das Handy des Opfers entwenden und ohne dessen Wissen die entsprechende Zustimmung senden. Doch wer ein solches Täuschungsmanöver durchführt, macht sich strafbar. Weshalb, das erläutert Christian Solmecke, Anwalt mit den Tätigkeitsbereichen IT-Recht und Telekommunikationsrecht, gegenüber netzwelt.
Verdeckte Ermittlung kein Kavaliersdelikt
Unser Rechtsexperte
Rechtsanwalt Christian Solmecke ist in der Kanzlei WILDE & BEUGER tätig. Sein Aufgabengebiet umfasst Computer- /IT-Recht, Gesellschaftsrecht, Gewerblicher Rechtsschutz und Steuerrecht. Solmecke ist Mitglied bei der Gesellschaft für Urheberrechte (GRUR) und war bis 2004 auch freier Journalist und Radiomoderator (u.a. WDR). Im Rahmen des EULISP-Programms hat er sich in Hannover und Belgien auf Computerrecht spezialisiert.
"In der Regel wird es wohl kaum nachvollziehbar sein, wer diese SMS tatsächlich verfasst hat. Immerhin müsste er zumindest kurzzeitig im Besitz des entsprechenden Handys beziehungsweise der entsprechenden Karte gekommen sein. Als Straftatbestand kommt hier die Fälschung beweisgeblicher Daten in Betracht. Im Höchstfall wird dies mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren bestraft."
Demnach ist die verdeckte Mobiltelefon-Ermittlung alles andere als ein Kavaliersdelikt - nicht nur deshalb, weil ein Kavalier der Dame seines Herzens nicht auf diese Weise nachspionieren würde. Außerdem verpflichten sich die Ortungs-Dienste bei laufenden Polizei-Verfahren die Identität des angemeldeten Handy-Schnüfflers preiszugeben.
Übersicht: Diese Ortungs-Dienste gibt es
AOL Friendsfinder: Freunde auf der Karte finden
Der AOL Friendsfinder ist verfügbar für die Netzbetreiber Vodafone, O2, E-Plus, T-Mobile und AOL Mobile. Für die Netze O2 und E-Plus muss der Gegenpart die Freischaltung der Ortung einmalig für seine Nummer bestätigen. Kunden von Vodafone und T-Mobile erhalten eine zusätzliche SMS, die sie ihrerseits mit einer Textnachricht bestätigen müssen. Dafür fallen die Kosten des jeweiligen Vertrags-Anbieters an. Wer seine Erlaubnis gegeben hat, zählt zu der Liste von "Freunden", die sich online abrufen lässt.
Zu den Kosten: Der Nutzer schließt ein Abonnement für monatlich drei Euro ab, dafür gibt es 300 so genannte Credits, die er für Standortabfragen und SMS nutzen kann. Eine Standortabfrage wird mit 25 Credits (Cent), der Versand einer SMS mit 20 Credits (Cent) berechnet. Die erhaltenen Credits summieren sich laut AOL und verfallen nicht am Monatsende.

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Die Preise von Avetana in der Übersicht.
Avetana: Neben Handys auch GPS-Empfänger lokalisieren
Der Ortungs-Dienst Avetana unterstützt ebenfalss die Netze T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus. Dabei gibt es allerdings Einschränkungen für verschiedene Anbieter: Debitel, Mobilcom und Simply. Diese können laut Avetana nicht oder nur mit gewissem Aufwand freigeschaltet werden.
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Links zum Artikel
- AOL Friendsfinder
- Avetana
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- Ehebruch24
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- Jamba Partner Tracker
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