Nutzen und Rechtslage der Handy-Standortbestimmung
Handy-Ortung: Spionieren mit dem Mobiltelefon
Ein gestohlenes Handy ausfindig machen oder immer wissen, wo sich das eigene Kind befindet: Handy-Ortung kann nützlich sein. Schwarze Schafe, die die entsprechenden Dienste gerne zur Überwachung des Partners einsetzten möchten, gibt es immer. Doch Vorsicht: Weiß dieser nichts davon, dass er überwacht wird, macht sich der Schnüffler strafbar.
Inhaltsverzeichnis
- 1Technik: So lokalisieren die Dienste das Handy
- 2In der Stadt genauer als auf dem Land
- 3Vorsicht: Missbrauch nicht ausgeschlossen
- 4Besonderheiten: Unechte und echte Schnüffler-Programme
- 5Übersicht: Dienste mit Grundgebühr
- 6Übersicht: Dienste ohne Grundgebühr
Technik: So lokalisieren die Dienste das Handy
Ein Interview, mit dem langjährigen Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Peter Schaar, ist in diesem Artikel zu finden. Weitere Hintergrundinformationen zum Thema Gesetzliche Grundlagen zum Thema Handy-Ortung bietet der Hintergrund-Artikel Handy-Ortung: Bundesregierung bremst Hobby-Spione.
Für den Nutzer ist die Standortbestimmung letztendlich kaum schwerer als Internetsurfen. Bis die Position angezeigt wird, muss der Netzbetreiber allerdings nachhelfen. Als Grundlage für die Ortung von Handys dienen meist die Mobilfunkzellen. Das sind die Bereiche, die ein Sendemast abdeckt.
Das Handy kommuniziert immer mit dem nächstgelegenen Sendemast. Dieser gibt an den Netzbetreiber weiter, welche Handys ihn anfunken. Auch der Wechsel von einem zum nächsten Sendemast wird registriert. Mit den Koordinaten des Sendemastes und dessen Reichweite lässt sich die Position eines Handys ungefähr feststellen. Alle Dienste, die ein Online-Portal bieten, zeigen den Handy-Standort auf einer Karte. Einige ermöglichen die Ortung per SMS-Anfrage, dabei erhält der Suchende eine SMS mit Straßennamen.
In der Stadt genauer als auf dem Land
Wie genau das Mobiltelefon geortet wird, hängt von der Größe der einzelnen Zelle ab. Je nach Standort deckt sie einen mehr oder weniger großen Umkreis ab. Ballungsräume wie Städte verfügen über ein deutlich feinmaschigeres Netz von Mobilfunkzellen, die jeweils einen Radius von ungefähr 300 Metern abdecken. Auf dem Land können daraus aber schnell mehrere Kilometer werden. Deshalb gilt: Je dichter die Masten stehen, desto genauer die Ortung. Das Lokalisieren von Handys ist in der Stadt also wesentlich präziser als auf dem Land.
Handy-Ortung: Spionieren mit dem Mobiltelefon
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Bild vergrößern Bei Bedarf lassen sich Ortungen zu bestimmten Zeiten automatisch ausführen. - Bild 2 von 19
Bild vergrößern Der Ortungsdienst setzt auf das aus dem Routenplaner map24 bekannte Kartenmaterial. - Bild 3 von 19
Bild vergrößern Den einzelnen Aufenthaltsorten des Handys lassen sich Namen geben. - Bild 4 von 19
Bild vergrößern Falls das Handy das liebste Kind ist - Bild 5 von 19
Bild vergrößern Praktische Export-Funktion für Google Earth - Bild 6 von 19
Bild vergrößern Von hier aus lässt sich der genaue Standort des Mobiltelefons nur schwer feststellen. - Bild 7 von 19
Bild vergrößern Eine Radius-Zeichnung gibt es leider nicht. - Bild 8 von 19
Bild vergrößern Schlankes Programm mit wenig Funktionen - Bild 9 von 19
Bild vergrößern Auch hier wird die Mobilfunkzelle auf dem Dach eines Fast-Food-Restaurants erkannt. - Bild 10 von 19
Bild vergrößern Die größte Zoom-Stufe - Bild 11 von 19
Bild vergrößern Bei näherem Hinsehen ist der Versorgungsbereich der Mobilfunkzelle erkennbar. - Bild 12 von 19
Bild vergrößern Der Aufenthaltsbereich des Handys lässt sich so nur schwer eingrenzen. - Bild 13 von 19
Bild vergrößern Eine nüchterne Karte zeigt den Austrahlungsbereich der Mobilfunkzelle, lässt aber auch Interaktion des Benutzers zu. - Bild 14 von 19
Bild vergrößern Ehrliche Finder können sich per Eingabe der IMEI-Seriennummer des Geräts melden. - Bild 15 von 19
Bild vergrößern Die Ortung gibt zwei Adressen und sogar ein Fast-Food-Restaurant aus. - Bild 16 von 19
Bild vergrößern Anbieter piCOS stellt sein System auch anderen kommerziellen Handy-Ortern zur Verfügung - Mister-Vista zum Beispiel. - Bild 17 von 19
Bild vergrößern Der ermittelte Standort stimmt nicht mit dem tatsächlichen überein. - Bild 18 von 19
Bild vergrößern Der Textinhalt kann selbst bestimmt werden. - Bild 19 von 19
Bild vergrößern Das Handy wurde erfolgreich geortet - nun kann die SMS auf die Reise gehen.
Das Verfahren ist nicht so genau wie die GPS-Ortung eines Navigationsgerätes, bringt aber andere Vorteile: die Unabhängigkeit von einem Satelliten. Dieser liefert die Positionsdaten nur bei direktem Sichtkontakt. So gelingt die Handy-Suche über das Mobilfunknetz auch, wenn sich das Telefon in einem Tunnel oder unter der Erde befindet. Hauptsache, das Handy ist eingeschaltet und hat Netzempfang, egal wie stark die Funkverbindung ist.
Mit ein Grund dafür, dass sich die Handy-Ortung auch unter Geschäftskunden zunehmender Beliebheit erfreut. Unternehmen mit eigenen Fahrzeugflotten wie etwa eine Spedition sparen sich somit eine teure GPS-Lösung und wissen dennoch, wo sich der Mitarbeiter beziehungsweise sein Handy zurzeit ungefähr aufhält.
Vorsicht: Missbrauch nicht ausgeschlossen
Um einem Missbrauch vorzubeugen, setzen fast alle der im Internet verfügbaren Ortungs-Dienste auf folgende Absicherung: Diejenigen, die geortet werden sollen, müssen zuvor zustimmen. In den meisten Fällen geschieht dies über das Senden einer SMS an den Netzbetreiber. Dieser erhält damit die Erlaubnis, die Positionsdaten an den Ortungs-Dienst und damit an den Suchenden weiterzuleiten.







Beiträge
insgesamt 67 BeiträgeZitat: jetzt zeig mir einen, dem das passiert, der sich wegen irgendwelchen datenschutzrechten nicht das handy nehmen und die freundin orten würde! Ich würde das auch nicht...
Zitat: jetzt zeig mir einen, dem das passiert, der sich wegen irgendwelchen datenschutzrechten nicht das handy nehmen und die freundin orten würde! Ich. Erbärmlich, wirklich...
Zitat: des über www handyortung**. de aktiviert Grund: ich halte es für Spam, paßt aber zum Thema... Spam? Plumper Versuch um Mitglieder in eine Abofalle zu locken....
ich finde, auch wenn es vllt. gegen das gesetz verstößt, sollte man den partner kontrollieren dürfen, wenn wirklich eindeutige indizien vorliegen, dass er oder sie fremdgeht. meine (mittlerweile ex-)freundin...
In Anbetracht dieser Möglichkeiten überlege ich, wieder ohne Handy zu leben. Es ist ohnehin nicht nötig, überall erreichbar zu sein. Und es gibt ja Festnetz, womit man nicht aus der Welt ist.