Respekt über alles

Test: Juiced

Konkurrenz für "Need for Speed Underground 2". Wer gerade seinen Führerschein macht, sollte "Juiced" noch ein Weilchen meiden.

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Juiced - Juiced
Juiced
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Verlieren ist keine Schande, kann aber grausam sein. Wie grausam, das zeigt der THQ-Racer "Juiced". In der Rennszene der imaginären Metropole Angel City geht Respekt über alles. Nur wer durch gute Resultate und waghalsige Manöver Ansehen erntet, ist vor der Häme der Konkurrenz gefeit. Beschimpfungen im derbsten Rennrüpel-Slang hören dagegen diejenigen, die ihren Rivalen Beulen ins aufgemotzte Blech fahren. Obwohl sich Schäden während des Rennens visuell wie spielerisch nur geringfügig auswirken, wird man für anfallende Reparaturen zur Kasse gebeten.

Dies geschieht in der Werkstatt, wo für das entsprechende Handgeld alles gekauft werden kann, was schnell und neidisch macht. Über 100 lizenzierte Teile wollen freigefahren und angeschraubt werden; Spoiler, Schürzen, Reifen, Auspuffanlagen, Turbo- und Nitrosysteme eingeschlossen. Fast jede Umgestaltung wirkt sich auf das Fahrverhalten aus, das außerdem von Typ zu Typ variiert.

Im Fuhrpark finden sich 52 Modelle aus europäischer, asiatischer und amerikanischer Fabrikation. Wer knapp bei Kasse ist, kann jederzeit einen oder mehrere Wagen veräußern. Autos kriegt man aber auch auf andere Weise los. Der Sieger eines Duells, das stilecht über Mobilfunk verabredet wird, gewinnt das Verlierergefährt, ganz zu schweigen von einer Extraportion Respekt.

Juiced


Respekt als Treibstoff

Durch Wetten können Hasardeure ebenfalls Respekt verdienen - und mit etwas Glück eine Stange Geld. Hier gilt: Je höher der Wetteinsatz, desto größer die Ehre. Auf den Ausgang eines Wettbewerbs kann man auch als Zuschauer tippen. Den Events anderer Crews als Beobachter beizuwohnen, betrachten Lenkrad-Lamer durchaus als Privileg. Das Recht, aktiv daran teilzunehmen, müssen sich aufstrebende Fahrer mühsam erarbeiten. Interessant ist, dass die Racing Teams unterschiedliche Vorlieben pflegen, so dass die Reaktionen nach einem Rennen niemals einhellig sind. Sogar mit gewonnen Wetten lässt sich in der Szene Eindruck schinden.

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