Spannender als ein öder Globus
Google Earth vs. Nasa World Wind
Patrick Woods
Das Bildmaterial ist eine Mischung aus Satellitenbildern und Luftaufnahmen aus einem Flugzeug. Dadurch erreicht Google Earth eine enorme Detailauflösung. Aus der Luft sind einzelne Häuser und sogar Autos erkennbar. Lediglich außerhalb der Ballungsgebiete lässt die Detailgenauigkeit nach. In Wüsten, Steppen oder der Antarktis ist die Landschaft grob aufgelöst. Doch sogar in den Weiten Alaskas gibt es Bereiche, in denen einzelne Bäume gut zu sehen sind.

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Hier schließen scharfe Flugzeugaufnahmen (oben) an unscharfe Satellitenbilder an.
Auch Deutschland ist gut erschlossen: Sogar in vielen kleinen Städten und Dörfern sind die Aufnahmen so genau, dass der Nutzer am Bildschirm problemlos die Hersteller von parkenden Vehikeln erkennen kann. Damit eignet sich Google Earth hervorragend, um die Welt genau unter die Lupe zu nehmen. Bekannten zeigen, wo man wohnt? Einfach eine Markierung setzen und den Freunden den Link schicken. Oder detailgenau nachvollziehen, wo man letztes Jahr im Urlaub war. Die Software macht es möglich.

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Der Bonner Marktplatz: Alles gut zu erkennen
Für die Bedienung des Programms bedarf es keinerlei spezieller Fähigkeiten. Per Maus wird der blaue Planet rotiert, die Perspektive geschwenkt und auf das Geschehen eingezoomt. Der Linksklick greift die Erde und verschiebt sie, mit der rechten Taste oder dem Mausrad wird gezoomt. Das System wechselt automatisch und für den Nutzer fast unmerklich von der entfernten Satellitenperspektive in den detaillierten Luftbildmodus.
Links befinden sich die Steuerelemente, rechts das Fenster zur Welt. Ein Suchfenster erlaubt es, Städte, Adressen oder Plätze zu finden. Mittels der anderen beiden Reiter der Suchmaske können auch Firmen oder Wegbeschreibungen gesucht werden. Damit qualifiziert sich Google Earth zu mehr als nur einem reinen Spielzeug für Neugierige. Es hilft, den richtigen Weg zu finden oder gezielt nach Firmen zu suchen. Sie suchen eine Autowerkstatt oder ein Restaurant? Google Earth kann helfen.
Besonders hilfreich bei der Erkundung der Umgebung sind die so genannten "Overlays". Dies sind Metadaten, die über die Bilder gelegt werden. Diese können beliebige Informationen zu bestimmten Stellen auf der Erde enthalten. In Google Earth sind diese Markierungen nach Art sortiert. So gibt es Markierungen für Hintergrundinformationen zu bestimmten Orten, Übersichten über Hotels und Gastronomie sowie kleine Icons von verschiedenen Anbietern, die weitere praktische Hinweise liefern.

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Symbole weisen auf weitere Inhalte hin: hier ein 360 Grad-Panorama.
(Klick vergrößert.)
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