Spannender als ein öder Globus
Weltall-Browser: Google Earth vs. Nasa World Wind
Ein Rundflug über den blauen Planeten, fremde Länder erkunden oder die Geografiekenntnisse aufpolieren: Mit interaktiver Geo-Software macht Erdkunde mehr Spaß als mit dem Atlas oder Globus. Zusätzliche Informationen bringen Hintergrundwissen und nützliche Erweiterungen sorgen für echten Mehrwehrt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Google Earth
- 2Googles Bildersammlung
- 3Die Praxis
- 4Overlays bieten Mehrwert
- 5Umfangreich und erweiterbar
- 6Nasa World Wind
- 7Oberfläche von Apple inspiriert
- 8Freie Wahl des Satelliten
- 9Für Hobby-Astronomen
- 10Information in Scheiben
Wer auf dem Computer die Erde umfliegen möchte, darf keinen zu schwachbrüstigen Rechner besitzen: Mindestens 512 Megabyte RAM sollte der PC haben sowie eine möglichst aktuelle Grafikkarte. Nicht auf jedem Computer läuft die Software richtig: Auf einem Testrechner fror World Wind zuverlässig ein, während Google Earth auf dem gleichen System durch Schwächen in der Grafikdarstellung auffiel.
Google Earth
Googles Geo-Software ist der Platzhirsch der digitalen Globen. Atlas, Routenplaner, Branchenverzeichnis - Google Earth vereint vieles in einem. Das Programm des Suchmaschinenbetreibers ist das mit Abstand bekannteste auf diesem Sektor. Die Software gibt es sowohl für Windows, Linux als auch für Mac OS X. Die Einrichtung ist denkbar einfach. Nach dem Download des etwa 15 Megabyte großen Installers landet die Software ohne Probleme auf der Festplatte.
Mit Google Earth fremde Städte erkunden
(Klick vergrößert.)
Google Earth lädt die Bilddaten je nach Bedarf direkt vom Server. Ohne bestehende Internetverbindung geht hier nichts. Diese sollte zudem nicht zu knapp bemessen sein: Ein großer Zoom oder Schwenk kann Datenverkehr im Megabytebereich verursachen. DSL sollte es also schon sein, damit die Welterkundung am Bildschirm nicht zur Geduldsprobe wird. Kein Wunder, der aktuelle Umfang der gesamten Bilddaten von Google Earth wird auf 150 Terabyte geschätzt.
Die Software basiert auf dem Programm "Keyhole", das Google im Jahr 2004 übernahm. Neben der kostenlosen Basisversion "Google Earth" existieren zwei kostenpflichtige Alternativen: die "Plus"-Variante, die GPS-Daten lesen kann und es erlaubt, Gebäude zu erstellen, und eine "Pro"-Version. Letztere unterstützt den Import von Geodaten aus dem Bereich der professionellen Geoinformationssysteme. Für den normalen Anwender reicht die kostenlose Version vollkommen aus. Im Gegensatz zur ersten Version von Google Earth ist die aktuelle Variante komplett auf Deutsch gehalten.







