Anonymes Filesharing: IP-Adresse über Proxy verstecken
Nachteile der Proxys
Bei den Proxy-Diensten wird der gesamte Datenverkehr über eine oder gar mehrere Instanzen umgeleitet. Jede Anfrage muss von jedem zwischengeschalteten Proxy erst einmal angenommen und weitergegeben werden. Bei der Rückantwort, beziehungsweise der Rück-Übertragung der Daten ist der Ablauf der Gleiche: Alle Daten werden über die Proxys geleitet.
Das schafft, neben der vermeintlichen Sicherheit, vor allem erhebliche Geschwindigkeitseinbußen. Da alle übertragenen Bits und Bytes mehrere Stellen passieren müssen und jedesmal beim Datenverkehr aufgehalten werden, kann sich die Datenübertragung teils immens verlangsamen.
Speziell bei der Datenumleitung über mehrere Proxys kann es beim Filesharing auch vorkommen, dass der eigene Client (und damit auch die eigenen angebotenen Dateien) von anderen P2P-Usern nicht mehr erreicht werden können. Das Ziel der Nutzung der Proxys liegt schließlich darin, die eigene IP zu verbergen - und die wird eben auch beim Filesharing benötigt.
Fazit: Anonymität um jeden Preis?
Wer tatsächlich anonym im Internet unterwegs sein möchte, sollte sich (speziell beim Filesharing) gut überlegen, welchen Preis er dafür zahlen möchte.
Und der Begriff Preis bezieht sich hierbei nicht nur auf die teils hohen Kosten von bis zu 30 US-Dollar im Monat. Auch die immensen Geschwindigkeitseinbußen, die auftreten können, sind nicht zu verachten. Außerdem kann es vorkommen, dass die eigenen Dateien, die man der P2P-Community anbieten möchte, von den anderen Filesharern nicht mehr gefunden werden können.
