Anonymes Filesharing: IP-Adresse über Proxy verstecken

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Der große Vorteil bei diesem Ablauf: Lediglich der Proxyserver erfährt die wirkliche IP-Adresse des Internet-Users. Der Webserver, welcher die eigentliche Anfrage bekommen und verarbeiten soll, bekommt diese nämlich von dem Proxy - und somit auch nur dessen IP-Adresse.

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Die Leipziger Firma Nutzwerk ist der Anbieter des so genannten SaferSurf-Dienstes, der über einen solchen Proxy die eigene IP-Adresse verstecken kann. Für knapp sechs Euro pro Monat (und einer Anmeldegebühr von gut zwölf Euro) wird die IP beim Surfen sowie beim Filesharing in einem mehrstufigen Verfahren (an dem mehrere interne und externe Proxys beteiligt sind) verschleiert. Dabei werden laut der SaferSurf-Webseite die P2P-Clients Kazaa Media Desktop, Kazaa Lite, eMule sowie WinMX unterstützt.

Auch mit Hopster ist es möglich, seine IP zu verstecken. Auch hier wird der gesamte Datenverkehr mit dem Internet über einen Proxyserver geleitet, der die IP-Adresse des Users versteckt. Die Preise für das Programm und den damit verbundenen Dienst sind je nach Ausstattung des Hopster-Pakets unterschiedlich. Zwischen zwei und knapp 30 US-Dollar muss man für den Hopster-Dienst zahlen. Den Dienst kann man mit jedem P2P-Client benutzen, der SOCKS5-Proxyserver unterstützt.

User nur schwer ermittelbar

Im Nachhinein ist es fast unmöglich festzustellen, welcher User welche Daten über einen Proxy gesendet oder empfangen hat. Betreiber von Proxyservern dürfen nämlich nicht speichern, welche IP-Adressen den Proxy benutzt haben.

Allerdings kann auf richterlichen Beschluss eine Aufzeichnung von Userdaten angeordnet werden. Dann können, zumindest über einen bestimmten Zeitraum, alle IP-Adressen, die ihren Datenverkehr über den Proxyserver laufen lassen, festgehalten werden. Dazu muss der Anbieter des Proxys jedoch seinen Firmensitz in Deutschland haben.