Napster bringt Musikflatrate noch dieses Jahr
Music Markt: Napster bringt Musikflatrate noch dieses Jahr
Janus erlaubt das Überspielen auf MP3-Player
Geschützt werden die Dateien über das von Microsoft entwickelte DRM (Kopierschutz) "Janus". Das besondere daran: Die WMA-Dateien können auch auf einige mobile Geräte überspielt während der Abo-Phase werden. Ist das Abonnement erloschen, verschwinden auch die Dateien auf dem MP3-Player. Noch unterstützen längst nicht alle MP3-Player das mobile DRM. Geräte von Samsung, Rio oder neue iriver-Modelle können mit Janus geschützte Songs beispielsweise abspielen. Andere Geräte, etwa der iPod von Apple, verweigern hingegen den Dienst.
Wie jedes andere DRM auch, bereitete Janus anfangs Schwierigkeiten. "In der Anfangsphase gab es vereinzelt Problem mit der Firmware bestimmter Player. Diese sind mittlerweile von den Herstellern gelöst und das Zusammenspiel zwischen Napster und Playern klappt einwandfrei," erklärt Schliesche. Janus setzt voraus, dass die Hersteller ihre Geräte auf den Kopierschutz vorbereiten. Napster ist der einzige Musikdienst, der das neue "mobile DRM" einsetzt.
Aus Sicht der Kunden wäre eine Musikflatrate ohne Kopierschutz das beste. Allerdings ist der Markt noch nicht soweit. Ein Napster ohne DRM wäre zwar denk-, aber momentan nicht realisierbar. "Vorstellbar ist sicher vieles, jedoch ist kurz- und mittelfristig eine Lizenzierung der Inhalte durch die Musikindustrie ohne DRM nicht denkbar."
Bleibt die Frage, wer auf Dauer die Nase vorn haben wird: Einzelsong-Verkäufer wie iTunes Music Store oder kombinierte Abo-Dienste wie Napster? "Dies wird final der Kunde entscheiden. Wir sind aber überzeugt, dass wir ihm mit Napster To Go ein Produkt anbieten, welches deutliche Vorteile gegenüber dem Einzelkauf hat und der Veränderung im Musikkonsum und den technischen Entwicklungen Rechnung trägt," gibt sich Schliesche zuversichtlich.
Linktipp: Vor einigen Monaten hatten wir bereits ein Interview mit Chris Gorog von Napster/Roxio veröffentlicht. Der Roxio-Chef hatte damals versucht Werbung für das neue Napster zu machen. Sie finden das komplette Interview hier.
