GeForce 7800 GTX im Vergleichstest: Auf Rekordjagd mit Gainward und Gigabyte
Lieferumfang
Im Grunde gleich
Noch sind alle auf dem Markt erhältlichen Grafikkarten mit GeForce 7800 GTX im Grunde gleich. Bis sich das ändern wird, kann es noch eine Weile dauern. So stammen essentielle Bauteile wie der flache Kühler von Nvidia höchstselbst. Sogar ein eigenes Team wurde damit beauftragt, eine platzsparende und möglichst leise Kühlung zu entwickeln. Dass dem Chip-Hersteller damit ein großer Wurf gelang, erfuhren wir bereits beim Einzeltest der Gainward Ultra/3500PCX.
Rein optisch unterscheiden sich unsere beiden Testkandidaten lediglich durch die unterschiedlich gestalteten Kühlerabdeckungen. Das Design von Gigabyte wirkt auf gewisse Weise gediegen und edel, während Gainward auf gleichermaßen verspielte wie aggressive Optik setzt. Entblößt gleichen sie sich hingegen wie ein Ei dem anderen. Ab Werk ist die Gigabyte GV-NX78X256V-B jedoch auf die langsameren Standardfrequenzen des GeForce 7800 GTX von 430 und 1.200 Megahertz eingestellt.
Da Nvidias GeForce 7800 GTX die Wiedergabe hochauflösender Fernsehbilder im HDTV-Format beherrscht, sollten entsprechende Adapter natürlich nicht fehlen. Gainward und Gigabyte liefern zwar die gleichen Schnittstellen für den S-Video-Anschluss der Grafikkarte mit, doch Gigabytes Lösung gefällt uns besser. Denn von der Grafikkarte führt nur ein dickes Kabel zu einer kleinen Box, in die alle Anschlüsse integriert sind. Bei Gainward sorgt hier sowohl für mehr, als leider auch für kürzeren Kabelsalat.
Die nötigen Treiber sowie der Software-DVD-Player PowerDVD von Cyberlink liegen beiden Grafikkarten bei. Zum Bearbeiten von Videos liefert Gainward den muvee autoproducer 3, Gigabyte den PowerDirector 3.0 mit. Auffällig finden wir, dass Gainward ganz auf ein Spiele-Bündel verzichtet, während Gigabyte die Titel Joint Operations und Xpand Rally einpackt. Ein Übertaktungswerkzeug, das die Justierung von Frequenzen und Lüfterdrehzahl ermöglicht, liefert jedoch nur Gainward.
Außerdem ist für jeden der beiden digitalen Monitoranschlüsse ein DVI-VGA-Adapter für Röhrenbildschirme inbegriffen. Bei Gigabyte gibt es nur einen. Wer eine neuere Stromversorgung mit separatem PCI-Express-Anschluss sein Eigen nennen kann, hat Glück. Andernfalls gehen gleich zwei 12-Volt-Anschlüsse verloren, die dann nicht mehr für Festplatten oder optische Laufwerke verwendet werden können. Bei zwei Grafikkarten im SLI-Modus und dem doppelten Stromhunger wird es dann richtig eng.
