Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen...

Parkinson-Medikamente: Nebenwirkung Spielsucht

"Je oller, desto doller" - Wann immer Senioren Dinge tun, die ihrem Alter nicht angemessen erscheinen, hören sie diesen Satz. Dass eine gesteigerte Libido oder ein erhöhter Alkoholkonsum durch Parkinson-Medikamente hervorgerufen werden kann, daran haben bisher wohl die wenigsten gedacht.

Amerikanische Forscher führen derartige Veränderungen in der Verhaltensweise auf so genannte Dopamin-Agonisten zurück, die etwa das Ruhezittern der Erkrankten mindern. Doch damit nicht genug: Bei elf ihrer Parkinson-Patienten stellten Neurologen der Mayo-Clinic in Rochester, Minnesota, ein krankhaftes Spielverhalten fest.

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Hohe Risiken, fatale Nebenwirkungen

Nur wenige Monate nach dem Beginn einer Behandlung mit Dopamin-Agonisten begannen Patienten, die bis dato nie mit Glücksspielen in Berührung gekommen waren, Geld in Kasinos oder im Internet zu verzocken. Die überraschten Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von bis zu 200.000 Dollar. Eine Spielsucht stelle aber nicht nur eine finanzielle Bedrohung dar, die Wissenschaftler warnen auch vor der Zerstörung von Freundschaften und Beziehungen.

Trotz dieser Gefahren halten die Mayo-Wissenschaftler an dem Wirkstoff fest. Nicht nur sei das Risiko, durch Dopamin-Agonisten spielsüchtig zu werden, vergleichsweise gering, ein Absetzen des Medikaments zügle außerdem die Spielleidenschaft. Dennoch wird den Patienten ausdrücklich geraten, bei Anzeichen einer Spielsucht unverzüglich den behandelnden Arzt zu konsultieren.

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