Urlaub: Mobilgeräte besser zuhause lassen
Der gefährliche USB-Stick
Während es beim Privatrechner mit Bildersammlung nämlich bestenfalls ärgerlich ist, wenn der wegkommt oder gestohlen wird, ist es bei einem Firmen-Rechner teilweise sogar gefährlich. Dann nämlich, wenn sich geheime Firmenunterlagen auf dem Rechner befinden. Und dank der Miniaturisierung stellt es kein Problem dar, riesige Datenmengen zu stehlen, auch wenn der Rechner selbst unberührt scheint, Stichwort USB-Stick oder mobile Festplatte.
Das brisante an dieser Angelegenheit ist nicht nur, dass viele Rechner nicht nur gigabyteweise interne Firmendaten enthalten können, sondern auch, dass viele Anwender überhaupt nicht wissen, welche Ports oder Schnittstellen gerade erreichbar sind. Auch eine Verschlüsselung der wichtigen Dateien oder wenigstens das Setzen eines Login-Passworts ist vielen Anwendern schon zu viel. Dabei können gestohlene Geheimdaten eine Firma in den Ruin treiben.
Quellcode-Diebe lauern
Ein Beispiel: Angenommen, Microsoft würde seinen Windows-Quellcode komplett auf einem Mitarbeiter-Laptop ablegen. Der Grund könnte sein, dass es sich beim Mitarbeiter um einen Bug-Sucher oder einen höheren Angestellten handelt, der den Code überprüft. Weiter angenommen, dieser Quellcode würde an die Öffentlichkeit gelangen: Microsoft könnte die Windows-Sparte einstampfen, weil binnen weniger Wochen gleich mehrere Open-Source-Windows erscheinen würden.
Interesse an solchen Daten haben nicht nur die staatlichen Geheimdienste und die Konkurrenz, sondern auch auf Auftrag arbeitende Business Intelligence Agencies, private Geheimdienste, die auch gerne mal vorweg spionieren, um die Ergebnisse dann meistbietend zu verkaufen. Allerdings ist fraglich, ob die Bikinibilder vom Aldi-Notebook so viel bringen.
