Angst vor Industriespionage
Urlaub: Mobilgeräte besser zuhause lassen
Geheimdienste sind seltsame Vereine. Einerseits sind sie da, andererseits aber auch nicht. Man weiß eben nicht, was sie gerade treiben. Der deutsche Geheimdienst heißt Bundesnachrichtendienst, kurz BND und warnt nun Urlauber vor Spionage am Mobilgerät. Nicht aus den eigenen Reihen, sondern durch ausländische Geheimdienste und Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Normal, normaler, Bikini-Bilder
- 2Der gefährliche USB-Stick
- 3Quellcode-Diebe lauern
Angst machen, jetzt!
"Meine Aufgabe ist es, Ihnen Angst zu machen", sagte Frank Lesiak, Sicherheitsexperte vom BND im Rahmen eines Vortrages zu den Gefahren von Mobilgeräten im Ausland. Auf die sollten Urlauber nämlich tunlichst verzichten. Der Grund: Dank WLAN und Bluetooth ist es vergleichsweise einfach, schlecht gesicherte Geräte auszuspionieren.
Auch herumliegende Laptops, Handys und PDAs sind gefährdet: Schnell ist ein Backup der Festplatte oder Speicherkarte gezogen, wodurch wichtige Informationen in die Hände "fremder Mächte" geraten können. Besonders Osteuropa ist Gefahrengebiet, so jedenfalls sieht der BND die Sachlage. Dort sei die Gefahr der Industriespionage allgegenwärtig.
Normal, normaler, Bikini-Bilder
Der normale Urlauber fragt sich jetzt natürlich, was das mit seinem Aldi-Notebook zu tun hat, das als Datenspeicher für die Digitalbilder herhalten muss. Da befinden sich schließlich keine wirklich brisanten Daten drauf, wenn man von den Bikini-Bildern der Herzallerliebsten einmal absieht. Aber Industriespionage? Das trifft doch eher Geschäftsleute und Dienstreisende. Und genau hier liegt der Knackpunkt.
Es ist nämlich ein beliebter Sport bei modernen Nomaden, das gesamte mobile Office einzupacken, wenn es in den Urlaub geht, den Firmen-Laptop, den Firmen-PDA, solche Dinge eben. Damit man in einer Urlaubspause mal schnell die Firmen-Mails checken kann oder eben ein wichtiges Projekt erreichbar ist, wenn am Pool der Gedankenblitz einschlägt. Und genau dieses mobile Büro ist gefährdet.
