Latitude X1: Dells leichtestes Notebook im Test
Digitale Aktentasche
Sehen lassen können sich daneben noch die abgerundeten Ecken und Kanten, welche an allen erdenklichen Stellen zum Vorschein kommen. Während sich der Standardakku nahtlos zwischen den Display-Scharnieren einfügt, stört der leistungsfähigere Zusatzakku das Erscheinungsbild ein wenig, da er weit nach hinten herausragt.
Beim Aufklappen des Deckels muss das Fliegengewicht festgehalten werden, weil es sonst gleich mit abhebt. Insgesamt sieben um das Display platzierte Gummistopper schützen den Innenraum. Obwohl der Deckel nirgendwo einrasten kann, schließt er fest und bündig mit der Innenseite des Notebooks. Durch die größeren Spaltmaße können sich dort jedoch schnell Krümel und Staub ablagern. Wer das Dell Latitude X1 in der hier mitgelieferten, schwarzen Ledertasche mit sich herumträgt, läuft Gefahr, dass Langfinger große Augen bekommen.
Wäre da nicht das unscheinbar eingestanzte Dell-Logo, würde man darin kein Notebook, sondern die unheimlich wichtigen Unterlagen eines Geschäftsreisenden vermuten. Das passende Transportmittel zum Anzug gibt es jedoch nur gegen einen Aufpreis von 63,80 Euro. Praktischen Nutzen birgt es als solches glücklicherweise ebenfalls, denn neben einem elastischen Halteband für das Gerät selbst, bietet es noch zahlreiche Einschubfächer für allerlei Reisegepäck.
Schnellstart und Flüsterbetrieb
Trotz des recht behäbigen Prozessors benötigt das Latitude X1 nur eine kurze Startphase von 33 Sekunden. Dank der passiven Kühlung dringt uns dabei absolute Stille zu Ohren. Fast jedenfalls, denn mit dem Ohr am Gehäuse vernehmen wir ein leichtes Pfeifen und Rattern der Festplatte. Dieses fällt hier jedoch deutlich angenehmer aus als bei Sonys Vaio X505VP.
In der Regel, sprich im Bahnabteil, in der Vorlesung oder gar bei einem Meeting mit Kaffee und Kuchen, dürfte es nur den Wenigsten auffallen, dass es überhaupt eingeschaltet ist. Herunterfallen kann ein Notebook schon mal. Wenn es mit dem Latitude X1 passiert, schützt ein auf den Namen "StrikeZone" getaufter Stoßdämpfer die Festplatte vor Datenverlust. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, raten wir von einem Praxistest jedoch dringend ab.
Eingeschränktes Blickfeld
Wer nach optimaler Bildqualität sucht, findet sie nur selten bei den kleinsten aller Notebooks. Das gilt leider auch im Falle des Dell Latitude X1. Besonders am unteren Rand hat das Display mit Ausleuchtungsproblemen zu kämpfen. Je nach Sichtwinkel treten diese mal stärker, mal schwächer in Erscheinung. Sobald der Blick nicht mehr gerade auf die Bildfläche fällt, sprich von unten, oben oder der Seite, leidet die Qualität sichtbar.
Links zum Thema
- Test: Samsung X20 XVM 1600 III
- Test: Dell Inspiron 9300
- Test: Sony Vaio S4M
- Test: Asus A6700K mit AMD Turion 64
- Test: Asus W5600A
- Test: Sony Vaio X505VP
- Dell
- Test: Alienware Sentia
