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Latitude X1: Dells leichtestes Notebook im Test
Subnotebook

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Subnotebooks sind weit mehr als bessere Taschenrechner. Die Nachfrage nach den kleinsten aller PCs will Dell mit dem Latitude X1 befriedigen - mit gerade mal 1,14 Kilogramm das leichteste Modell des US-Computerherstellers. In der 12,1-Zoll-Klasse hat es mit harter Konkurrenz wie dem Alienware Sentia und Asus W5600A zu kämpfen. Schon im Vorfeld sticht es die 1,6 und zwei Kilogramm schweren Mini-Notebooks mit seinem deutlich niedrigeren Gewicht aus.

Subnotebooks sind weit mehr als bessere Taschenrechner. Die Nachfrage nach den kleinsten aller PCs will Dell mit dem Latitude X1 befriedigen - mit gerade mal 1,14 Kilogramm das leichteste Modell des US-Computerherstellers. In der 12,1-Zoll-Klasse hat es mit harter Konkurrenz wie dem Alienware Sentia und Asus W5600A zu kämpfen. Schon im Vorfeld sticht es die 1,6 und zwei Kilogramm schweren Mini-Notebooks mit seinem deutlich niedrigeren Gewicht aus.

Dafür sind die Innereien des X1 mehr auf Mobilität als höchstmögliche Leistung ausgelegt. Zu diesem Zweck greift Dell nach einem der sparsamsten Centrino-Prozessoren von Intel, dem Pentium M 733 mit 1,1 Gigahertz in der Variante "Ultra Low Voltage". Wie die schnelleren Werkskollegen verfügt dieser zwar über einen großen L2-Cache von zwei Megabyte, allerdings über einen langsameren Frontside Bus von 400 statt 533 Megahertz.

Übersicht:

Dell Latitude X1

Bild 1 von 11

Viel Speicher, viel Bild

Schon weniger nach Sparsamkeit hören sich da satte 768 Megabyte DDR2-Arbeitsspeicher, 60 Gigabyte Platz auf der Platte sowie eine hohe Display-Auflösung von 1.280x768 Punkten an. Da unser Testkandidat kein Platz für ein optisches Laufwerk bietet, muss es extern angeschlossen werden. Dafür hält Dells "D-Bay" her: eine schicke, flache Box, welche bei Bedarf auch Festplatten und Diskettenlaufwerke aufnimmt, hier aber mit einem achtfachen DVD±RW-Laufwerk bestückt ist.

Etwas Ähnliches kennen wir bereits von anderen kleinwüchsigen Notebooks wie dem 835 Gramm leichten Sony Vaio X505VP. Mehr als ein paar Sekunden dauert es nicht, ein anderes Laufwerk ein- oder auszubauen. Wir müssen dafür lediglich auf einen länglichen Schalter drücken und es daran herausziehen. Für den Wechsel muss das Betriebssystem nicht einmal heruntergefahren werden.

Schlichter Auftritt

Nicht bloß seine besonders kleinen Abmessungen verhelfen dem Latitude X1 zu einem recht unauffälligen Auftritt. Sein Übriges gibt die schlichte Farbkombination von Grau und Silber hinzu. Schnell merken wir, dass design-orientierte Gestaltung beim Entwurf des Subnotebooks nicht im Vordergrund stand. Zwei kleinere Details sprechen dennoch optisch an: eine schwarze Statusleuchte mit teils blau, teils gelb leuchtenden LEDs, sowie der kreisrunde Einschaltknopf rechts am hinteren Gehäuserand.

Sehen lassen können sich daneben noch die abgerundeten Ecken und Kanten, welche an allen erdenklichen Stellen zum Vorschein kommen. Während sich der Standardakku nahtlos zwischen den Display-Scharnieren einfügt, stört der leistungsfähigere Zusatzakku das Erscheinungsbild ein wenig, da er weit nach hinten herausragt.

Digitale Aktentasche

Beim Aufklappen des Deckels muss das Fliegengewicht festgehalten werden, weil es sonst gleich mit abhebt. Insgesamt sieben um das Display platzierte Gummistopper schützen den Innenraum. Obwohl der Deckel nirgendwo einrasten kann, schließt er fest und bündig mit der Innenseite des Notebooks. Durch die größeren Spaltmaße können sich dort jedoch schnell Krümel und Staub ablagern. Wer das Dell Latitude X1 in der hier mitgelieferten, schwarzen Ledertasche mit sich herumträgt, läuft Gefahr, dass Langfinger große Augen bekommen.

Wäre da nicht das unscheinbar eingestanzte Dell-Logo, würde man darin kein Notebook, sondern die unheimlich wichtigen Unterlagen eines Geschäftsreisenden vermuten. Das passende Transportmittel zum Anzug gibt es jedoch nur gegen einen Aufpreis von 63,80 Euro. Praktischen Nutzen birgt es als solches glücklicherweise ebenfalls, denn neben einem elastischen Halteband für das Gerät selbst, bietet es noch zahlreiche Einschubfächer für allerlei Reisegepäck.

Dell Latitude X1

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Schnellstart und Flüsterbetrieb

Trotz des recht behäbigen Prozessors benötigt das Latitude X1 nur eine kurze Startphase von 33 Sekunden. Dank der passiven Kühlung dringt uns dabei absolute Stille zu Ohren. Fast jedenfalls, denn mit dem Ohr am Gehäuse vernehmen wir ein leichtes Pfeifen und Rattern der Festplatte. Dieses fällt hier jedoch deutlich angenehmer aus als bei Sonys Vaio X505VP.

In der Regel, sprich im Bahnabteil, in der Vorlesung oder gar bei einem Meeting mit Kaffee und Kuchen, dürfte es nur den Wenigsten auffallen, dass es überhaupt eingeschaltet ist. Herunterfallen kann ein Notebook schon mal. Wenn es mit dem Latitude X1 passiert, schützt ein auf den Namen "StrikeZone" getaufter Stoßdämpfer die Festplatte vor Datenverlust. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, raten wir von einem Praxistest jedoch dringend ab.

Eingeschränktes Blickfeld

Wer nach optimaler Bildqualität sucht, findet sie nur selten bei den kleinsten aller Notebooks. Das gilt leider auch im Falle des Dell Latitude X1. Besonders am unteren Rand hat das Display mit Ausleuchtungsproblemen zu kämpfen. Je nach Sichtwinkel treten diese mal stärker, mal schwächer in Erscheinung. Sobald der Blick nicht mehr gerade auf die Bildfläche fällt, sprich von unten, oben oder der Seite, leidet die Qualität sichtbar.

Innerhalb des eng bemessenen Spielraums, den die starke Blickwinkelabhängigkeit dem Betrachter lässt, ist die Bildqualität noch als gut zu bezeichnen. Dabei wirkt die Schwarzdarstellung recht satt, während die Farben jedoch etwas matt erscheinen. Begrüßenswert finden wir neben der hohen Helligkeit jedoch, dass es auf der Oberfläche des Displays nicht zu Spiegelungen kommt.

Tastatur und Touchpad

Die von Hause aus verbauten Eingabegeräte lassen nur wenige Wünsche offen. So lässt sich auf der Tastatur dank normal großer Tasten sehr gut arbeiten, außerdem kommen die kurzen Anschlagswege mit geringem Widerstand auch besonders flinken Schreibern entgegen. Dass die Tasten etwas wacklig in ihren Halterungen stecken, fällt zumindest dem Tester beim Tippen nicht negativ auf. Mit dem rauhen Fingerfeld des Touchpads kann der Mauszeiger präzise bewegt werden.

Dank der kleinen Abmessungen gelangen wir schnell von einem Ende des Bildschirms zum anderen. Die Tasten geben keine lauten Klickgeräusche von sich und vermitteln dabei ein gleichermaßen sattes wie festes Druckgefühl. Der vertikale Bildlauf erfordert etwas Übung, sonst saust der Scrollbalken viel zu schnell nach oben oder unten. Die billige wirkende Optik ist nicht gerade ein Blickfang, doch die Augen sind ohnehin die meiste Zeit aufs Display gerichtet.

Dell Latitude X1

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Spartanisch bestückt

Obwohl unter der Haube des X1 kein Platz für ein optisches Laufwerk verloren geht, wird dieser Freiraum nicht für zusätzliche Schnittstellen genutzt. Mit nur zwei USB-Anschlüssen, von denen einer beim Anschluss der externen D-Bay wegfällt, ist das Subnotebook nur sehr spartanisch ausgestattet. Immerhin bietet es zusätzlich noch Standard-Schnittstellen für FireWire, Mikrofon, Kopfhörer, Netzwerk, Modem und Monitor.

Mehr als eine Selbstverständlichkeit sind dafür die integrierten Möglichkeiten zur drahtlosen Vernetzung wie Bluetooth und Wireless LAN. Als überaus praktisch für die Bearbeitung der digitalen Urlaubsbilder können sich die Anschlüsse für Speicherkarten der Formate SD und Compact Flash erweisen. Schade nur, dass das X1 im Gegensatz zum Sony Vaio X505 nicht nachträglich durch PCMCIA-Karten erweitert werden kann.

Klangqualität

Wie bei vielen Subnotebooks üblich, kracht und scheppert es auch beim Latitude X1 schon bei niedriger Lautstärke. Insgesamt klingt die Wiedergabe aus dem einzelnen Lautsprecher unangenehm schrill und dürfte alle domestizierten Vierbeiner mit sensiblen Hörorganen in die Flucht schlagen, die sich gerade in der näheren Umgebung aufhalten. Doch zum Glück gibt es ja schon gute Kopfhörer ab etwa 30 Euro, die alternativ auch vom eigenen musikalischen Begleiter stammen können.

Auf dem Prüfstand

Spiele-Benchmarks
3DMark2001SE (3.3.0) / Defaults
3DMark Score3.042
3DMark03 (3.6.0) / Defaults
3DMark Score790
CPU Score295 (30,2 / 5,7 fps)
3DMark05 (1.2.0) / Defaults
3DMark Score196
CPU Score1.356 (0,8 / 1,1 fps)
Aquamark / Very High Quality
GFX / CPU543 / 5.317
Triscore5.163
Triangles / Sec.1.554.263
Frames / Sec.5,16
Quake III / Timedemo 1 / Höchste Qualität / Vsync aus
640x48088,8 fps
800x60078,0 fps
1.024x76857,3 fps
System-Benchmarks
PCMark04 (1.3.0) / Defaults
PCMarks2.058
PCMark05 (1.0.1) / Defaults
PCMarks1.244
CPU Arithmetik Benchmark
Dhrystone ALU4.712 MIPS
Whetstone FPU1.520 MFLOPS
Whetstone iSSE21.944 MFLOPS
CPU Multimedia Benchmark
Integer x4 iSSE10.378 it/s
Floating-Point x4 iSSE211.480 it/s
Speicherbandbreiten Benchmark
RAM Bandbreite Int Buff'd iSSE22.063 MB/s
RAM Bandbreite Float Buff'd iSSE22.064 MB/s
Dateisystem Benchmark
Laufwerksindex19 MB/s
Gepuffertes Lesen78 MB/s
Sequentielles Lesen21 MB/s
Zufälliges Lesen17 MB/s
Gepuffertes Schreiben31 MB/s
Sequentielles Schreiben18 MB/s
Zufälliges Schreiben15 MB/s
Durchschnittliche Zugriffszeit (geschätzt)13 ms

Da das Dell Latitude X1 wie das Sony Vaio X505VP über einen 1,1 Gigahertz schnellen Pentium M in der Ultra-Low-Voltage-Variante verfügt, schneidet es bei den System-Benchmarks von Sandra auch ähnlich gut ab. Lediglich der DDR2-Arbeitsspeicher arbeitet beim Latitude X1 deutlich schneller, während die sonst marginalen Unterschiede kaum der Rede wert sind. Im PCMark04 erreicht das X1 wiederum über 300 Punkte mehr.

Beim Spiele-Test zeigen sich wiederum deutlichere Unterschiede zu Gunsten des X1. Während das Sony Vaio X505 noch über Intels älteren, integrierten Grafikchipsatz "Extreme Graphics 2" verfügt, kann das Dell Latitude X1 mit dem neuen "Graphics Media Accelerator 900", kurz GMA900, aufwarten. Damit lässt es nicht bloß das Sony Vaio X505, sondern auch das Alienware Sentia mit zwei Gigahertz weit hinter sich. Für aktuelle 3D-Shooter eignet sich jedoch keines der genannten Subnotebooks.

Laufzeit und Gewicht

Für die Ermittlung der Laufzeit aktivieren wie alle möglichen Energiesparmaßnahmen des Latitude X1. Dazu stellen wir die integrierte Netzwerkkarte für den Akkubetrieb ab, lassen Wireless LAN eingeschaltet und senken die Bildschirmhelligkeit auf zwei Stufen unter dem Maximum. Ferner trimmen wir die integrierte Grafik auf geringsten Energieverbrauch. Nun lassen wir eine Audio-CD mit einer Länge von 51 Minuten und 16 Sekunden einmal komplett durchlaufen und das X1 die übrige Zeit im Leerlauf.

Dell Latitude X1

Bild 1 von 11

Dem Standardakku mit 27 Wattstunden geht schon nach einer Stunde und 50 Minuten die Puste aus. Hier lohnt sich das leistungsfähigere Modell mit 54 Wattstunden und bedeutend mehr Durchhaltevermögen. Drei Stunden und 26 Minuten Laufzeit kosten allerdings 92,80 Euro zusätzlich. Dabei steigt auch das Gewicht von gemessenen 1,16 auf 1,31 Kilogramm.

Schwächen und Stärken

In der uns vorliegenden Konfiguration wirkt das Latitude X1 mit 1.838 Euro nicht gerade günstig. Allerdings bleibt hier zu bedenken, dass wir in der ultraportablen Klasse schon Modelle für knapp 2.300, 2.500 und 3.000 Euro testeten. Dank der weitestgehend freien Konfigurierbarkeit beginnt der Einstieg in die Welt der leichten Subnotebooks schon bei vertretbaren 1.252 Euro.

Das Bild des Latitude X1 mag nicht das beste sein, das externe optische Laufwerk und spartanische Schnittstellenaufgebot manche stören - dafür liegen die Stärken bei geringem Stromverbrauch, dem extrem niedrigen Gewicht sowie der guten Verarbeitung. Dabei reicht die Leistung für alltägliche Anwendungen wie Internetsurfen, Office-Programme und gelegentliche Bildbearbeitung vollkommen aus. Auch Spieler können sich darüber freuen, unterwegs die ein oder andere Runde Quake III zocken zu können.

Die wichtigsten Daten finden Sie auf der nächsten Seite.

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Subnotebooks sind weit mehr als bessere Taschenrechner. Die Nachfrage nach den kleinsten aller PCs will Dell mit dem Latitude X1 befriedigen - mit gerade mal 1,14 Kilogramm das leichteste Modell des US-Computerherstellers. In der 12,1-Zoll-Klasse hat es mit harter Konkurrenz wie dem Alienware Sentia und Asus W5600A zu kämpfen. Schon im Vorfeld sticht es die 1,6 und zwei Kilogramm schweren Mini-Notebooks mit seinem deutlich niedrigeren Gewicht aus.

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Subnotebooks sind weit mehr als bessere Taschenrechner. Die Nachfrage nach den kleinsten aller PCs will Dell mit dem Latitude X1 befriedigen - mit gerade mal 1,14 Kilogramm das leichteste Modell des US-Computerherstellers. In der 12,1-Zoll-Klasse hat es mit harter Konkurrenz wie dem Alienware Sentia und Asus W5600A zu kämpfen. Schon im Vorfeld sticht es die 1,6 und zwei Kilogramm schweren Mini-Notebooks mit seinem deutlich niedrigeren Gewicht aus.
http://www.netzwelt.de/news/71910-latitude-x1-dells-leichtestes-notebook-test.html
2005-07-15 17:15:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/2414/17297.jpg
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