Prototyp mit einer Menge Potential
Russische Tastatur passt sich an wie ein Chamäleon (Update)
Michael Knott
Fehlt der Strom sind alle Tasten schwarz. Erst wenn die nötige Energie durch das Eingabegerät fließt leuchten die Tasten. Und das sogar in Farbe, auf Wunsch mit chinesischen oder anderen Schriftzeichen, oder bei Spielen mit entsprechenden Shortcuts.
Vergessen Sie ihr altes QWERTZ-Modell. Die russische Design-Schmiede "artlebedev" hat mit der "Optimus" ein Eingabegerät entworfen, dass herkömmliche Tastaturen im wahrsten Sinne des Wortes blass aussehen lässt.
Je nach Programm, je nach Geschmack ändert Optimus das Tasten-Layout. Die hintergrundbeleuchteten Drücker lassen sich frei programmieren, und sogar mit grafischen Mini-Symbolen belegen. So dürften auch Spiele mit der Tastatur wieder Spaß bringen.
Klar - im Eifer des Gefechtes ist ein Munitionssymbol schneller zu finden als die S-Taste. Auch Sprachen dürften so einfacher zu erlernen sein, lässt sich das Layout doch mit einem Klick wieder auf die Muttersprache umschalten.
Der Haken - auf Anfrage von netzwelt.de konnte uns das russische Designbüro lediglich mitteilen, dass es sich bei der Optimus um einen Entwurf handelt. Derzeit warte man noch auf entsprechende Patente, und potentielle Kunden welche die Tastatur zur Serienreife bringen. Wann und ob Optimus also auf den Markt kommt, ist bislang noch offen.
Update vom 18.07.2005: Interview mit Artemy Lebedev
Primotechnology.com chattete mit dem Entwickler von Optimus, Artemy Lebedev, und erhielt Antworten zu den dringensten Fragen der OLED-Tastatur. Demnach wird Optimus wohl unter eigenem Namen, also artlebedev, auf den Markt kommen. Über die Software "Keyboard Studio" soll es möglich sein, das Design der Tastatur zu ändern. Auch eine Darstellung der einzelnen Lettern in alphabetischer Reihenfolge wird dann möglich sein.
Optimus wird mit einer USB-2.0-Schnittstelle ausgestattet sein, und demnach über ein Kabel mit dem Rechner verbunden werden. Gehäuse und Oberfläche werden aus Aluminium gefertigt. Genaue Angaben zum Preis machte Artemy Lebedev nicht. Er spekuliere aber mit Kosten für den Endverbraucher zwischen 200 und 300 Dollar. Die Tastatur werde frühestens in einem Jahr erhältlich sein.
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