Anonymes Filesharing: Möglichkeiten und Tools

Das Proxy-Netzwerk TOR in Aktion (Klick vergrößert).

Da das aber meistens dem Kerngedanken des Filesharings zuwider läuft, bleibt nur der zweite Ansatz: Die in Tauschbörsen genutzte IP-Adresse darf nicht die echte sein und damit nicht zur eigenen Identität führen. Daher liegt nahe, den Datenverkehr über Proxy-Dienste anonymisieren zu lassen.

Proxys fungieren dabei wie eine Art Vermittlungsstelle, indem sie sich zwischen den eigenen Computer und den zu kontaktierenden Server setzen. Der eigene PC, technisch hier in der Rolle des Clients, sendet eine Anfrage dann nicht mehr direkt an den Host eines Dienstes oder einer Website, sondern nutzt den Zwischenschritt über einen Proxy-Server.

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Verbindungen Tor

Der Vorteil liegt auf der Hand: Da zum korrekten Transport der Daten und Informationen vom Client zum Server immer die IP-Adresse mitgeschickt werden muss, wäre es für die andere Seite ein Leichtes, diese IP zu lesen und abzuspeichern. Läuft die Kommunikation aber über einen Proxy, erhält der Server nur dessen Meta-Informationen. IP-Adresse, ISP, Wohnsitz - alles falsch.

Proxy-Netze und P2P - Ein Widerspruch?

Da ein einziger Proxy allerdings noch relativ leicht auf die Ursprungsadresse zurückzuführen ist, gibt es mittlerweile regelrechte Netzwerke aus miteinander verschalteten Proxys. Eins der erfolgreichsten Projekte ist TOR: Durch die Installation einer kostenlosen Software wird der eigene Computer zu einem Knotenpunkt im TOR-Netzwerk, der Daten versendet und umleitet.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.

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