GPS-Überwachung: Wenn der Hund die Biege macht
Späte SMS
Das System funktioniert recht simpel: Das Halsband hat eine eigene Mobilfunknummer. Ruft der Halter nun bei dieser Nummer an, werden die Koordinaten des Hundes per GPS geortet. Der Halter erhält eine SMS mit dem genauen Standpunkt seines Lieblings, mit deren Hilfe es möglich ist, den Hund zu finden. Allerdings nur, wenn sich Hasso nicht all zu schnell bewegt, denn sonst sind die Daten der SMS, die quasi eine Momentaufnahme darstellen, nicht zu gebrauchen.
Alternativ kann man dem Hund auch eine "Homezone" definieren, ein Gebiet, in dem er sich bewegen darf. Verlässt er diese Homezone, sollte er sofort einen Elektroschock bekommen, doch das macht der PetFinder natürlich nicht, sondern meldet Herrchen per SMS, dass sich Fifi aus der Homezone hinaus bewegt hat. Wie sinnvoll eine solche Einrichtung ist, sei dahingestellt, denn wenn die SMS eintrudelt, dürfte der Hund sich bereits verkrümelt haben.
Natürlich ist der Dienst nicht ganz umsonst: Liebende Rudelchefs kostet das Halsband 350 Dollar, für den Peilungsdienst, ohne den das Halsband wertlos ist, werden noch einmal 18 Dollar im Monat fällig. Kosten, für die man in den meisten Fällen problemlos einen neuen Hund bekommen kann. Aber es ist ja grausam, so etwas zu sagen. Andererseits: Reisende soll man nicht aufhalten und wenn Fifi sich mangels Treue lieber eine Gang Straßenköter anschließt, muss eben ein Nachfolger her.
Kontrollmöglichkeit für Menschen?
Aber man könnte die Halsbänder natürlich auch anderweitig verwenden. Im Porsche des Ehemanns eingebaut ergeben sie einen perfekten Kontrollapparat, als Halsband für Kinder und Jugendliche könnte es ruhige Nächte garantieren. Dumm, dass sich die Firma auf ihrer Website verbittet, das Halsband an Kindern und alten Menschen anzubringen. Von Teenagern ist allerdings nirgendwo die Rede. Eine Katzenversion ist übrigens bereits in der Mache.
Ähnliche Systeme werden bereits in der Tierforschung benutzt: So lassen sich auch wesentlich größere Tiere problemlos mit einem entsprechenden Halsband ausstatten. Elefanten, Hirsche und Bären können so ohne menschlichen Störeinfluss bei ihren Wanderungen beobachtet werden. Allerdings reicht es im Zweifelsfall auch aus, Hasso mit GPS-Halsband auf den Bären zu hetzen. Der schluckt den Hund und das Halsband gleich dazu.
