Finger weg von fremden Netzen

WLAN-Schnorrer: Fremdgesurft, im Knast gelandet

Es liegt in der menschlichen Natur, sich alles zu greifen, was umsonst erhältlich ist und andere für sich arbeiten zu lassen. So war der faulste Primat im Neandertal möglicherweise der erfolgreichste. Eine Eigenschaft, die im WLAN-Zeitalter nicht mehr zutrifft: Heutzutage droht sogenannten "WiFi-Diebe" ein sauberer sozialer Abstieg, wenn er sich auf Kosten anderer bereichert.

Polizei verständigt

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Die US-Amerikaner beispielsweise verstehen in Sachen Fremdsurfen überhaupt keinen Spaß. Die Polizei in Florida nahm nun einen WiFi-Dieb fest. Dieser hatte sich mit einem Laptop im Garten des Klägers verschanzt, um dort auf dessen Kosten im Internet zu surfen. Der Besitzer des WLANs fand den Mann und verständigte daraufhin die Polizei.

Das Verhalten mag albern sein, doch hat es einen triftigen Grund: WLAN-Diebe, auch Wardriver genannt, können Anschluss-Inhaber in ernste Probleme bringen. Zum Beispiel dann, wenn sie den Anschluss missbrauchen. Gründe hierfür gibt es zahlreiche: Kinderpornographie, Warez, Moviez und MP3s locken. Und der Wardriver kann in den meisten Fällen nur gewinnen, schließlich surft er über einen fremden Anschluss völlig anonym - sofern er weiß, wie er seinen Rechner im Netz tarnt.

Dringender Handlungsbedarf

So verursachen Wardriver und WiFi-Diebe jährlich gigantische Schäden. Wenn plötzlich die Polizei mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür steht und man selbst ein ruhiges Gewissen hat, weiß man, dass man Opfer eines Wardrivers geworden ist. Doch den Beweis anzuführen, kann im Zweifelsfall unmöglich werden, zumal viele WLANs mehrere hundert Meter Radius haben. Gerade in einem City-Bereich ist der Nachweis eines Wardrivers damit so gut wie unmöglich.

Dabei bildet der Sachverhalt des Wardrivens in den wenigsten Ländern der Welt eine klar umrissene Straftat. Entsprechend schwer tun sich Gerichte mit der Verurteilung der WiFi-Erschleicher. Zumal der Anwender durch die mangelnde Absicherung seines Netzes zumindest eine Teilschuld trägt. So oder so besteht sowohl in den USA, als auch in Europa dringender Handlungsbedarf, um Wardrivern das Handwerk zu legen.

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