Sony Connect: Europäischer Musikdienst im Test
Vernünftige Albenpreise
Pluspunkt für Connect. Als bisher einziger Testkandidat bietet der Sony-Musikdienst eine intelligente Suchmaschine. Sucht ein Nutzer nach "Schakira", zeigt Sony dennoch die gesuchte Sängerin "Shakira" in der Ergebnisliste an. Das klingt unbedeutend, wenn Sie sich aber vor Augen halten, dass die großen Musikdienste weit mehr als 100.000 Songs im Archiv haben, dann bleibt die Suchmaschine häufig das effektivste Instrument bei der Suche nach dem Wunsch-Interpreten. Werden Kunden mit "Schakira" ausgesperrt, dann meiden sie vermutlich den Musikdienst und wandern zur Konkurrenz ab.
Und noch ein Pluspunkt für Sony! Während andere Musikdienste lediglich die Download-Daten emotionslos anzeigen, findet der Nutzer im Musikshop viele zusätzliche Infos zum Künstler. Neben News und Discographie wird auch eine komplette Biographie angezeigt. Zwar nicht zu allen Künstlern, dafür findet sich bei manchen aber sogar noch eine "Albenbesprechung", dass sind Kritiken von externen Redaktionen, die Sony zusätzlich eingepflegt hat.
Die Preise von einzelnen Songs schwanken von 0,99 Euro bis 1,69 Euro und liegen damit in etwa auf Musicload-Niveau aber weit über den iTunes-0,99-Euro. Komplette Alben kosten zwischen 9,99 Euro und 12,99 Euro, was ebenfalls in etwa dem Marktdurchschnitt entspricht. Vergleicht man den Preis für das aktuelle Top-Album X&Y von Coldplay mit dem Amazon-Preis, dann kommt Sony sogar deutlich günstiger weg. Ganze zwei Euro spart man bei der digitalen Version des Albums wenn man diese bei Sony einkauft.
Connect bietet seine Downloads nur im ATRAC-komprimierten (Adaptive TRansform Acoustic Coding), digitalen Dateiformat "OpenMG Audio" (.oma) an. Darin befinden sich auch die Informationen zur digitalen Rechteverwaltung, die beispielsweise das Brennen auf CD limiert. Alle bei Connect erhältlichen Titel dürfen mindestens bis zu 3 Mal gebrannt werden. Die Titel dürfen auch bis zu drei Mal auf MP3-Player kopiert werden.
