Im Detail: Film-Flatrate von One4movie
Drei Monate Mindestvertragslaufzeit
Wie bei den anderen Video-on-demand-Anbietern auch, müssen Kunden bei One4movie auf liebgewonnene DVD-Extras wie Making-Ofs oder Originaltonspuren verzichten. Während sich das Pay-Per-View also weder bei den Preisen noch in der Qualität oder dem DRM von der Konkurrenz abhebt, ragt der Dienst durch das Film-Abonnement heraus.
Für Filmjunkies ist die Film-Flatrate auf jeden Fall interessant. Schon bei einem Abruf von drei Filmen pro Monat kann sich das Abo lohnen. Wer nur hin und wieder nach Lust und Laune einzelne Filme anschaut, sollte sich die Anmeldung genau überlegen. Internetnutzer gehen nämlich mit der Anmeldung eine dreimonatige Vertragsbindung ein. Um aus dem Abo-Vertrag auszusteigen, müssen Kunden mindestens 15 Werktage vor Ablauf der Laufzeit schriftlich kündigen, sonst verlängert sich der Kontrakt automatisch um drei Monate.
Ob sich ein Abonnement lohnt, hängt vor allem von der Menge und der Qualität der Filme ab. Insgesamt hat One4movie derzeit rund 700 Videos im Archiv. Neben Spielfilmen sind darunter auch etwa 150 Dokumentationen, Konzertmitschnitte und Reisevideos. Derzeit rund 580 Filme können Internetnutzer im Rahmen des Filmabos abrufen. Die restlichen Videos sind ausschließlich als Pay-Per-View verfügbar.
Das Filmarchiv: Viele B-Movies, wenige Highlights
Die Qualität des Filmarchivs ist mäßig: Am ehesten als Highlights zu bezeichnen sind Produktionen von der deutschen Constantin Film wie "Die weiße Massai" oder der Bully-Herbig-Film "Traumschiff Surprise". Ansonsten handelt es sich bei den Streifen fast ausschließlich um so genannte B-Movies. Auch auf ungeschnittene Filme mit FSK18 müssen Internetnutzer bei One4movie verzichten.
Die magere Filmauswahl rührt daher, dass der Dienst keine Verträge mit Filmstudios abgeschlossen hat, sondern die Mehrzahl der Filme von Filmvermarktern wie VCL oder Highlight bekommt. Deals mit den Hollywood-Studios, die die Lizenzen für ihre Filme selbst vergeben, hat One4movie noch keine. "Wir sind bisher aus unternehmenspolitischen Gründen noch keine Hollywood-Deals eingegangen", sagt Unternehmenssprecher Oliver Ückerseifer. Vod-Anbieter wie One4movie oder Arcor halten sich beim Einkauf von teuren Hollywood-Blockbustern angesichts des noch vergleichsweise kleinen Online-Film-Marktes zurück.
Nutzerkommentare erleichtern Filmauswahl
Wer sich wegen der begrenzten Filmauswahl nicht sicher ist, ob sich die Vertragsbindung und die aufgrund der Mindestvertragslaufzeit anfallenden Abo-Gebühren von mindestens 29,95 Euro lohnen, kann sich einfach durch das Archiv klicken: Internetnutzer können die Filme alphabetisch oder nach Genre geordnet durchsuchen und so überprüfen, ob genügend Streifen dabei sind, die ihnen gefallen. Dass die Nutzer die Filme kommentieren können, bietet bei der Einschätzung der Qualität einzelner Filme oft wertvolle Anhaltspunkte.
Betrieben wird One4movie von der 4Friends GmbH. Das Unternehmen betreibt neben dem Video-on-demand-Dienst auch das Musik-Download-Portal One4music und verkauft unter one4games auch online Computerspiele. Unter One4bands können zudem Nachwuchskünstler kostenlos ihre MP3s einstellen, wobei sie jedoch die Rechte an ihrer Musik auf die Betreiber übertragen müssen. Als Technologie-Partner von Premiere verkauft das Unternehmen zudem Champions-League-Spiele als kostenpflichtige Live-Streams über das Internet.
Fazit: Abo lohnt sich für Vielgucker
Egal ob bei der Dateiqualität, dem DRM oder den Preisen: One4movie hebt sich kaum von der Konkurrenz ab. Das Film-Abo macht den Dienst aber für Filmfreaks interessant: Je mehr Filme man lädt, desto größer ist der Spareffekt. Leider ist bislang die Auswahl der Videos nicht zufriedenstellend: Weil nur wenige aktuelle und gute Filme verfügbar sind und das Archiv auch nur langsam ausgebaut wird, ist die Film-Flat nicht uneingeschränkt zu empfehlen.
Eine Übersicht über den gesamten Online-Film-Markt liefert ein aktueller Vergleichstest aller deutschen Video-on-demand-Dienste.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
Die Seite ist übrigens geschlossen, weiß einer warum? Chris von jetzt-teste-ich.de
VoD bei Filmen ist derzeit noch nicht so der Renner, weil es bessere Alternativen gibt. Zum einen sind die Filme danke DRM relativ unflexibel, teuer im Vergleich zur Videothek und dann auch noch qualitativ schlechter...