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Im Detail: Film-Flatrate von One4movie
Video-on-demand-Dienst bietet unbegrenztes Filmvergnügen zum Einheitspreis

von Dominik Schöneberg Uhr veröffentlicht

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Internetnutzer können Filme nicht nur auf DVD kaufen, sondern auch per Streaming oder als Download kostenpflichtig herunterladen. Der Video-on-demand-Dienst One4movie verkauft Filme nicht nur einzeln, sondern auch im Abonnement.

Internetnutzer können Filme nicht nur auf DVD kaufen, sondern auch per Streaming oder als Download kostenpflichtig herunterladen. Der Video-on-demand-Dienst One4movie verkauft Filme nicht nur einzeln, sondern auch im Abonnement.

Wer sich oft Filme anschaut, muss auch oft bezahlen: So einfach ist normalerweise die Rechnung - egal ob man die Filme im Kino anschaut, in der Videothek ausleiht oder auf DVD kauft. Dasselbe gilt normalerweise auch für Video on demand (Vod). Kunden von One4movie jedoch müssen nicht wie bei den Diensten von Arcor, T-Online oder In2Movies jeden Film einzeln bezahlen, sondern können ein Filmabonnement abschließen. Wer sich bei One4movie angemeldet hat, darf für eine monatliche Gebühr von 9,95 Euro einen Großteil der Streifen im Online-Archiv beliebig oft anschauen. Ähnliche Filmabos bietet derzeit nur Maxdome an.

Filme im Abo und als Pay-per-View

Pay-per-View - also das Buchen eines Filmes - ist bei One4movie aber auch möglich. Einzeln abrufen können Internetnutzer allerdings nur einen Teil des Archivs. Die Preise für einen 24 Stunden abspielbaren Film betragen zwischen 50 Cent und 4 Euro und liegen somit auf dem Niveau der Konkurrenz. Egal ob Abo oder Pay-per-View - bezahlen können Kunden von One4movie per Bankeinzug oder per Kreditkarte.

One4movie bietet alle Filme als Video-Streams an, die in drei Bandbreiten zur Verfügung stehen. Die kleinste ist für Kunden mit schmalem DSL-Anschluss gedacht: Die Gesamtbandbreite des Streams beträgt 500 Kilobit pro Sekunde (kBit/s), wovon 64 kBit/s auf den Stereo-Ton entfallen. Nutzer mit DSL 1000 können Filme mit einer Bandbreite von 878 kBit/s anschauen, wobei der Ton mit 128 kBit/s kodiert ist. Echten Surround-Sound mit Dolby Digital 5.1 in einer Bitrate von 192 kBit/s gibt es in der höchsten Qualitätsstufe, in der das Videosignal mit 1400 kBit/s komprimiert ist.

In den gleichen Qualitätsstufen landen die Filme bei Bedarf auch auf der Festplatte. Im Gegensatz zu den Streamings lassen sich die Downloads nicht sofort abspielen. Dafür können auch Nutzer mit niedriger DSL-Bandbreite in den Genuss der höchsten Qualitätsstufe kommen und nach abgeschlossenem Download lassen sich die Filme auch offline betrachten.

Microsoft liefert Codec und DRM

Technisch setzt One4movie voll und ganz auf Microsoft: Die Video-Dateien liegen im Format WMV vor und sind auch durch das Digital-Rights-Management des Softwareriesen vor illegaler Verbreitung geschützt. Deswegen müssen Nutzer auch sowohl den Internet Explorer als auch den Windows Media Player auf ihrem Rechner installiert haben. Mac-Besitzer und Linux-User können den Dienst nicht nutzen.

Video on demand: One4movie

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Einige der attraktivsten Filme können Nutzer bei One4movie allerdings nur einzeln als Pay-per-View und nicht im Rahmen des Abonnements abrufen. Positiv: Bei fast allen Filmen können die Nutzer sich zwischen Streaming und Download entscheiden.

Wie bei den anderen Video-on-demand-Anbietern auch, müssen Kunden bei One4movie auf liebgewonnene DVD-Extras wie Making-Ofs oder Originaltonspuren verzichten. Während sich das Pay-Per-View also weder bei den Preisen noch in der Qualität oder dem DRM von der Konkurrenz abhebt, ragt der Dienst durch das Film-Abonnement heraus.

Drei Monate Mindestvertragslaufzeit

Für Filmjunkies ist die Film-Flatrate auf jeden Fall interessant. Schon bei einem Abruf von drei Filmen pro Monat kann sich das Abo lohnen. Wer nur hin und wieder nach Lust und Laune einzelne Filme anschaut, sollte sich die Anmeldung genau überlegen. Internetnutzer gehen nämlich mit der Anmeldung eine dreimonatige Vertragsbindung ein. Um aus dem Abo-Vertrag auszusteigen, müssen Kunden mindestens 15 Werktage vor Ablauf der Laufzeit schriftlich kündigen, sonst verlängert sich der Kontrakt automatisch um drei Monate.

Ob sich ein Abonnement lohnt, hängt vor allem von der Menge und der Qualität der Filme ab. Insgesamt hat One4movie derzeit rund 700 Videos im Archiv. Neben Spielfilmen sind darunter auch etwa 150 Dokumentationen, Konzertmitschnitte und Reisevideos. Derzeit rund 580 Filme können Internetnutzer im Rahmen des Filmabos abrufen. Die restlichen Videos sind ausschließlich als Pay-Per-View verfügbar.

Das Filmarchiv: Viele B-Movies, wenige Highlights

Die Qualität des Filmarchivs ist mäßig: Am ehesten als Highlights zu bezeichnen sind Produktionen von der deutschen Constantin Film wie "Die weiße Massai" oder der Bully-Herbig-Film "Traumschiff Surprise". Ansonsten handelt es sich bei den Streifen fast ausschließlich um so genannte B-Movies. Auch auf ungeschnittene Filme mit FSK18 müssen Internetnutzer bei One4movie verzichten.

Die magere Filmauswahl rührt daher, dass der Dienst keine Verträge mit Filmstudios abgeschlossen hat, sondern die Mehrzahl der Filme von Filmvermarktern wie VCL oder Highlight bekommt. Deals mit den Hollywood-Studios, die die Lizenzen für ihre Filme selbst vergeben, hat One4movie noch keine. "Wir sind bisher aus unternehmenspolitischen Gründen noch keine Hollywood-Deals eingegangen", sagt Unternehmenssprecher Oliver Ückerseifer. Vod-Anbieter wie One4movie oder Arcor halten sich beim Einkauf von teuren Hollywood-Blockbustern angesichts des noch vergleichsweise kleinen Online-Film-Marktes zurück.

Nutzerkommentare erleichtern Filmauswahl

Wer sich wegen der begrenzten Filmauswahl nicht sicher ist, ob sich die Vertragsbindung und die aufgrund der Mindestvertragslaufzeit anfallenden Abo-Gebühren von mindestens 29,95 Euro lohnen, kann sich einfach durch das Archiv klicken: Internetnutzer können die Filme alphabetisch oder nach Genre geordnet durchsuchen und so überprüfen, ob genügend Streifen dabei sind, die ihnen gefallen. Dass die Nutzer die Filme kommentieren können, bietet bei der Einschätzung der Qualität einzelner Filme oft wertvolle Anhaltspunkte.

Betrieben wird One4movie von der 4Friends GmbH. Das Unternehmen betreibt neben dem Video-on-demand-Dienst auch das Musik-Download-Portal One4music und verkauft unter one4games auch online Computerspiele. Unter One4bands können zudem Nachwuchskünstler kostenlos ihre MP3s einstellen, wobei sie jedoch die Rechte an ihrer Musik auf die Betreiber übertragen müssen. Als Technologie-Partner von Premiere verkauft das Unternehmen zudem Champions-League-Spiele als kostenpflichtige Live-Streams über das Internet.

Fazit: Abo lohnt sich für Vielgucker

Egal ob bei der Dateiqualität, dem DRM oder den Preisen: One4movie hebt sich kaum von der Konkurrenz ab. Das Film-Abo macht den Dienst aber für Filmfreaks interessant: Je mehr Filme man lädt, desto größer ist der Spareffekt. Leider ist bislang die Auswahl der Videos nicht zufriedenstellend: Weil nur wenige aktuelle und gute Filme verfügbar sind und das Archiv auch nur langsam ausgebaut wird, ist die Film-Flat nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

Eine Übersicht über den gesamten Online-Film-Markt liefert ein aktueller Vergleichstest aller deutschen Video-on-demand-Dienste.

Kommentare zu diesem Artikel

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  • Chris von JTI schrieb Uhr
    AW: News - Im Detail: Film-Flatrate von one4movie

    Die Seite ist übrigens geschlossen, weiß einer warum? Chris von jetzt-teste-ich.de
  • Pixel schrieb Uhr
    Re: News - Im Detail:...

    VoD bei Filmen ist derzeit noch nicht so der Renner, weil es bessere Alternativen gibt. Zum einen sind die Filme danke DRM relativ unflexibel, teuer im Vergleich zur Videothek und dann auch noch qualitativ schlechter - ganz zu schweigen von der Auswahl. Was IMO aber kurzfristig Punkte bringen könnte sind Serien, Dokumentationen und vielleicht auch Shows. Ich bin z.B. ein TV-Weniggucker. Und bei den GEZ-Preisen muss ich schon überlegen, ob das alles Sinn macht. Bei Filmen greife ich lieber zur DVD (gekauft oder aus der Videothek). Nachrichten kann man mittlerweile sehr gut im Internet bekommen. Problematisch sind aber Serien. Da gibt es doch einige gute. Nur laufen die immer dann, wenn ich keine Zeit oder Lust habe. VoD für Serien, vielleicht noch als Abo fände ich super! Dann aber nicht jeder TV-Sender einzeln, sondern als Portal. Und wenn möglich auch als Original (engl.), zeitgleich mit Erstveröffentlichung im TV und in guter Qualität. Bei anspruchsvollen Dokumentationen sieht es ähnlich aus. Und ich meine damit nicht die Military-Dokus von N24. Da wäre auch ein Markt da. Sicherlich nicht so groß, wie bei Serien, aber immerhin. Und wenn ich dann noch Scheibenwischer & Co. jederzeit sehen könnte, würd' die Glotze abgeschafft. Ach, das DRM sollte mir auch erlauben, das Bild über TV-Out an TV oder Beamer zu senden. Für dieses Abo wäre ich auch bereit 10 € pro Monat zu bezahlen. Man kann das ja auch staffeln, wie bei emusic.com. Also 10 Downloads für 5 €, 20 für 7,50 € und Full-Flat für 10 €. Oder man abonniert nur bestimmte Serien... was auch immer. Dokus meinetwegen auch per Pay-per-View. Nur muss das Angebot Sender-übergreifend sein.

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Im Detail: Film-Flatrate von One4movie
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http://www.netzwelt.de/news/71853-detail-film-flatrate-one4movie.html
2006-10-11 12:31:00
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