Harmloser als die Polizei erlaubt

Doomboot.A: Trojaner zerstört Symbian-Handys

Es ist wieder so weit: Ein neuer Handy-Schädling treibt sein Unwesen. Die Antiviren-Unternehmen warnen vor der großen Gefahr und die Fachwelt plappert es nach. Doch auch Doomboot.A ist, trotz seines an Blut und Innereien erinnernden Namens, überaus harmlos. Um nicht zu sagen "lahm", kommt der Name doch daher, dass Doomboot das Spiel Doom 2 als Falle benutzt.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ungekämmt und unrasiert
  2. 2Wollen Sie das Spiel laden?
  3. 3Stimmen aus dem Off
  4. 4Mission geglückt

Doomboot gehört zu der Sorte Schädlinge, die gerne mal einen Fernsehbeitrag in Fernsehsendungen wie Planetopia oder Explosiv gewidmet bekommen. Denn er besitzt ein gewaltiges Zerstörungspotential: Er kann, nach Bestätigung durch den Benutzer, Symbian OS zerschießen. Allerdings muss er dafür erst einmal auf das Handy kommen und einen User finden, der naiv genug ist, der Aufforderung des Trojaners nachzukommen.

Ungekämmt und unrasiert

In diesen Fernsehbeiträgen über solche Handy-Schädlinge wird gerne die rote Fahne geschwenkt. Die, auf der "Achtung" steht. Einige technisch wenig versierte Boulevard-Redakteure haben das Wort "Handy" zusammen mit "Gefahr" gelesen, vielleicht in einer Pressemeldung von F-Secure oder Sophos und sind nun der Ansicht, es handle sich bei Doomboot.A um eine echte Bedrohung.

Doomboot A in Aktion
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Wer zuletzt am Telefon ist, verliert. Die Fernseh-Leute klingeln halbseidene "Computerexperten" aus dem wohlverdienten Mittagsschlaf. Die sollen dann vorführen, wie der vermeintliche Virus - Virus ist immer ein gutes Wort - das Handy zerstört. Zeitvorgabe: Zwei Stunden. Unrasiert, unfrisiert, also richtig computerfreakmässig stehen die "Experten" dann vor der Kamera. Einzige Regie-Anweisung: "Mach' mal!" Und der Experte macht.

Wollen Sie das Spiel laden?

Es muss gefährlich aussehen, ein Fall für den Schnittcomputer. Denn gefährlich sieht es eben nicht aus, was der Techniker da macht. Wenn der vermeintliche Schädling erst einmal vom Computerfreak aus einer Tauschbörse auf den Rechner und von dort aufs Handy geladen muss, gähnt das Volk. Dann, endlich, nach unzähligen Tastendrücken, erscheint die rettende Meldung, ob Doom 2 Cracked installiert werden soll. Natürlich ist keiner der einschlägigen Handyspiele-Anbieter verantwortlich für die Meldung, sondern, oha! Der Schädling.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.

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