Eizo FlexScan L997 im Test: Flachbildschirm für Fortgeschrittene
Gravitation ausgenutzt
Er erkennt lediglich, in welcher Position sich die Bildfläche gerade befindet und richtet die Anzeige dementsprechend aus. Da die Umrechung im Monitor selbst erfolgt, muss sich die Grafikkarte dabei nicht unnötig anstrengen. Das macht die Sache nicht nur einfacher, auf diese Weise wird gleich auch eventuellen Leistungseinbußen vorgebeugt. Bis man das Bild im Hochformat bestaunen kann, vergehen lange zehn Sekunden.
Über den Grafikkartentreiber oder eine spezielle Software geht das in der Regel bedeutend schneller vonstatten. Aber die "ActiveRotationII" genannte Automatik lässt sich schließlich auch abschalten. Diese lieferte uns erst nach der Installation des "ActiveRotationII Utility" eine makellose Darstellung. Vorher wirkte das Bild stark gestaucht und verzerrt. Außerdem war es bei jeder Drehung doch wieder notwendig, die Auflösung per Grafikkarten-Treiber dem Hochformat anzupassen.
Bedienbarkeit
Die Bedientasten sind sehr gut erreichbar, deren Handhabung schnell erlernt. Sie ermöglichen das Navigieren gleich in vier Richtungen: links, rechts, oben und unten. Direkt zugänglich sind die automatische Einstellung für den analogen Anschluss, die Wahl der Signalquelle, Helligkeit, Farbtemperatur, Gamma-Wert und Kontrast sowie die voreingestellten Modi für Text, Film, sRGB und benutzerdefinierte Werte. Bei Wahl des Modus "External" kann nur noch auf die Helligkeit, Farbkoordinaten und den Gamma-Wert zugegriffen werden. Das On-Screen-Menü ist zwar klein geraten, aber dennoch übersichtlich.
Wie auch der kleinere Eizo L778, wird auch der große Bruder mit einer gut bestückten Software-CD ausgeliefert. Darauf finden sich Werkzeuge zur Monitorkonfiguration und eine bedeutend umfangreichere Bedienungsanleitung, als die mitgelieferte aus Papier. Dank dem "ScreenManager Pro" muss man bei der Justierung das Gerät gar nicht erst anfassen. Mit ein paar Mausklicks kommt man der optimalen Einstellung nicht nur deutlich schneller, sondern auch viel komfortabler näher.
Abgekürzt und zeitgesteuert
Der ScreenManager stellt neben den Standardfunktionen aber noch einige mehr bereit. Zum Beispiel lassen sich die real auf dem Monitor befindlichen Bedienelemente mit Tastaturkürzeln ansteuern. Verknüpft man etwa den Einschaltknopf mit der Kombination "Alt + P", so kann der Monitor blitzschnell ein- und ausgeschaltet werden. Darum dreht es sich auch beim Unterpunkt "Timer". Hier kann bestimmt werden, zu welcher Uhrzeit und welchem Wochentag sich das LCD selbstständig ein- oder ausschalten soll.
Links zum Thema
- Test: Dell 2005FPW
- Test: Eizo L778
- Test: Dell 2405FPW
- Test: Sony SDM-HS95P
- Eizo
- Test: NEC LCD2180UX
- Test: NEC LCD1970GX
