UMTS: Dem anfänglichen Hype nicht gerecht geworden

Vodafone und Stefan Raab zeigen was Standard wird

Auch schon heute kann UMTS Spaß machen. In den Gegenden wo es verfügbar ist. Hat jemand am 25.06.2005 die "TV Total Stockcar Crash Challenge" gesehen? Verpasst? Vodafone UMTS-Kunden konnten die gesamte Show im Live Stream auf dem Handy verfolgen. Auch durch solche Gimmicks ist Vodafone derjenige, der mit aller Macht versucht das Thema nach vorne zu bringen. Bei den Düsseldorfern sind die UMTS Tarife teilweise günstiger als die "normalen". An den Zusatzdiensten, die UMTS ausmachen verdient das Unternehmen sogar anfänglich nichts. Mobile TV ist bis Ende des Jahres komplett kostenlos und für Videotelefonie werden bis zum selben Zeitpunkt die gleichen Gebühren fällig wie für ein normales Gespräch. Darüber hinaus kann der Kunde im eigenen Vodafone-Live Portal kostenlos surfen soviel er will. Jedoch können Zusatzdienste von Drittanbietern weitere Kosten verursachen.

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Die Branche blickt positiv in die Zukunft

Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten sind einige Mobilfunkanbieter und Analysten durchaus optimistisch, dass sich UMTS doch noch durchsetzt. Der Branchenverband Bitkom prognostiziert bis Ende 2005 einen Anstieg der Kundenzahlen auf 2,5 Millionen. Ende 2004 waren es nur 240.000 UMTS-Nutzer. Allein Vodafone hat bis Ende März 360.000 UMTS-Geräte unter das Volk gebracht und rechnet mittelfristig mit bis zu 10 Millionen Kunden. Das Unternehmen gibt als Lieblingsanwendung der Kunden Mobile-TV an, gefolgt von Musikdownloads und Videotelefonie. Bleibt abzuwarten wie die Kunden reagieren wenn Vodafone die eigentlichen Preise für die zurzeit kostenlosen Dienste aufruft.

Letztlich entscheidet der Kunde über den Erfolg

Es wird alles am Kunden hängen. Grundsätzlich sind wahrscheinlich viele bereit sich auf die neue Technik einzulassen. Jedoch werden die Provider diese Kunden auch nur über den Preis erreichen können. Mobiles Telefonieren und andere mobile Dienste werden in Deutschland sowieso schon als teuer empfunden. UMTS fehlt zurzeit die Killerapplikation, die die Kunden in Scharen umsteigen lässt. SMS, das meistgenutzte Feature bei Handys läuft mit UMTS nicht besser. Bilder kann man mittlerweile auch über normale Handys verschicken und telefonieren sowieso. Erst mit HSDPA wird den Kunden eine Bandbreite geboten, die auch DSL-verwöhnte Nutzer zufriedenstellt. Das laufende Jahr 2005 wird zeigen wohin es mit UMTS geht. Vernünftige Preise und eine stabile Technik können verhindern, dass die neue Technik eine Randerscheinung bleibt.

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