Schafft der Datenturbo nach 5 Jahren endlich den Durchbruch?
UMTS: Dem anfänglichen Hype nicht gerecht geworden
Es ist ruhig geworden um den Heilsbringer der mobilen Kommunikation. Der Einzige, der wohl immernoch mit einem UMTS-Fanschal rumläuft, ist der Finanzminister. Kein Wunder - haben doch die 50 Linzenzmilliarden für UMTS schon im Jahr 2000 ordentlich Geld in die leeren Staatskassen gespült. Geschlagene fünf Jahre später hat sich UMTS am Markt noch immer nicht durchgesetzt. Verbesserte Technik soll das bald ändern.

Inhaltsverzeichnis
- 1Große Visionen beim Start
- 2Der Gesetzgeber macht Druck
- 3Die Werbung lügt! 2Mbit/s gibt´s nicht!
- 4netzwelt testet die gefühlte Geschwindigkeit in der Praxis
- 5HSDPA wird halten was UMTS versprach
- 6Vodafone und Stefan Raab zeigen was Standard wird
- 7Die Branche blickt positiv in die Zukunft
- 8Letztlich entscheidet der Kunde über den Erfolg
Große Visionen beim Start
Was wurde nicht alles versprochen. Innerhalb kürzester Zeit tauchten aberwitzige Designstudien von der neuen Handygeneration auf, die uns erwartete. Da hatten sich schon die Ersten damit abgefunden mit einer aufschwingbaren Puderdose durch die Gegend zu laufen, mit der man sich nicht das glänzende Näschen abdecken kann sondern seinem Freund bei einem Telefonat auf eben dieses schauen darf. Mobiles Fernsehen und schneller mobiler Internetzugang sollten neue Kunden locken. Eine Art Goldgräberstimmung durchzog das Land.

Doch irgendwie passierte nichts, zumindest erstmal nicht viel. Erst am 4. Mai 2004, mehr als vier Jahre nach der Lizenzvergabe, kamen bei T-Mobile und Vodafone gleichzeitig, die ersten UMTS-fähigen Handys in die Läden. E-Plus und O2 ziehen gar erst diesen Sommer nach.
