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Zur Urlaubszeit: Fiese Kostenfalle Auslandsroaming?
Redefreiheit am Handy auch aus dem Ausland oder wegen der Kosten einfach mal den Mund halten?

von Alex Richter Uhr veröffentlicht

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Da soll es doch Menschen geben, die extra sonstwohin fahren um dem Stress zu entfliehen und einfach mal abzuschalten - Entspannung pur. Die wollen dann auch nichts von zu Hause hören, jeder direkte Kontakt zur heimischen Umgebung ist diesen Menschen ein Graus. Urlaub ist halt Urlaub und da will man nicht Gefahr laufen in die graue Realität zurückgerissen zu werden. Wer auf diese Beschreibung passt, lässt sein Mobiltelefon natürlich zu Hause oder es bleibt zumindest am Urlaubsort ausgeschaltet.

Für einige Menschen gehört zum Urlaub dazu, dass sie ihr Handy auch einfach mal zu Hause lassen. Viele jedoch können auch im Urlaubsland nicht ohne ihr Mobiltelefon leben. Dabei geht es vielleicht nicht unbedingt um ständige Erreichbarkeit. Aber so ganz auf die Lieben zu Hause möchte man doch nicht verzichten.

Die leidige Kostenfrage

Dass mobiles Telefonieren aus dem Ausland nicht unbedingt genauso günstig ist wie Sie es daheim gewohnt sind, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Doch wissen Sie wieviel mehr ein Gespräch zum Beispiel aus Spanien kostet?

Alle Mobilfunkanbieter versuchen mittlerweile mit speziellen Urlaubangeboten, ihre Kunden aus dem Tarifdschungel des Auslandsroaming zu führen. Das Ziel ist bei allen dasselbe. Die Anbieter schaffen durch eine Vereinheitlichung der Minutenpreise mehr Transparenz und hoffen damit ihren Kunden die Angst vor dem Auslandsgespräch zu nehmen.

Bisher musste sich jeder Urlauber vor Reiseantritt informieren mit welchem Roamingpartner er wann am günstigsten telefoniert. Trotzdem konnten sich die Preise von Land zu Land stark unterscheiden. Mit zusätzlich buchbaren Optionen können Sie sich jetzt davon befreien. Über den jeweiligen Roamingpartner Ihres Anbieters sollten Sie sich aber doch informieren. Denn im falschen Netz ist es schnell Essig mit dem Pauschalpreis.

Ja was buche ich denn?

E-Plus Laufzeitkunden können, nach einer kostenlosen Registrierung aus allen EU-Ländern, der Schweiz, der Türkei und Kroatien für 0,59 Euro/Min nach Hause telefonieren. Das ist sehr günstig, gilt allerdings nur zwischen 20 Uhr und 24 Uhr.

O2 machts anders und bietet seinen Kunden die sogenannte Starmap Option. Entscheiden Sie sich für das ebenfalls kostenlose Starmap, telefonieren Sie in verschiedenen Ländern Europas zum Pauschalpreis von 0,89 Euro nach Hause. Ein ganzes Stück teurer als bei E-Plus aber über den ganzen Tag nutzbar. Wieder wird darauf hingewiesen, dass der Benutzer sich gegebenenfalls manuell in das Partnernetz einloggen muss. Das bedeutet, dass Sie sich vorher darüber informieren sollten, wer denn nun im Urlaubsland Partner von O2 ist.

Da wird einiges klarer

Die Marktführer T-Mobile und Vodafone zeigen, wie man auch bei Auslandstarifen umfassende Transparenz schafft. T-Mobile bietet gleich zwei Optionen, die günstigeres und überschaubares telefonieren aus dem Ausland erlauben. Mit der kostenlosen Option "T-Mobile weltweit" unterteilen die Bonner die Welt in drei Tarifzonen. Ein Anruf aus Zone 1 (EU-Länder) kostet hiermit 0,89 Euro/Min, für Zone 2 (Resteuropa und Nordamerika) werden 1,49 Euro/Min verlangt und Anrufe aus dem Rest der Welt kosten 2,99 Euro/Min.

Darüber hinaus bietet der Marktführer seinen "Relax"-Kunden die "Relax-Holiday"-Option. Damit kauft sich der Kunde für 10 Euro 20 Gesprächsminuten, die er im EU-Ausland abtelefonieren kann. Das entspricht einem Minutenpreis von 0,50 Euro. Die Tarifoption ist begrenzt vom 1.Juni bis 30.Oktober buchbar und 6 Wochen ab Buchungsdatum gültig. Wenigtelefonierer sollten sich überlegen, ob sie die 20 Minuten im Urlaub verbrauchen, denn das Guthaben verfällt nach 6 Wochen. Kleiner Tipp für Vieltelefonierer: 5 Wochen vor der Reise die Option buchen und vor Ort nochmal nachbestellen. Denn innerhalb der 6 Wochen ist es nicht möglich das Guthaben wieder aufzuladen.

Die Transparenzkrone hat sich eindeutig Vodafone verdient. Mit dem "Vodafone Reiseversprechen" bieten die Düsseldorfer ihren Vertragskunden die Option aus 18 beliebten Urlaubsländern zum Minutenpreis ihres jeweiligen Vertrags nach Deutschland zu telefonieren. Zusätzlich werden ausschließlich 0,75 Euro pro Anruf abgerechnet. Auch hier ist das Angebot befristet und zwar bis zum 30. November 2005. Sie sollten sich auch beim Reiseversprechen darüber informieren, ob Ihr Reiseziel dazugehört.

Nicht heulen, handeln!

Was würden Sie eigentlich tun, wenn Ihr Handy plötzlich verschwunden ist? Ja, auch in unseren liebgewonnenen Urlaubsländern erfreuen sich die kleinen Dinger rasender Beliebtheit und das nicht nur bei vertrauenswürdigen Mitmenschen. Wenn nun Ihr Handy einen neuen Besitzer gefunden hat, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Bösewicht es auch benutzt. Da können schnell horrende Telfonrechnungen auf Sie zukommen.

Nachdem Sie den Verlust des Mobiltelefons bemerkt haben ist also Eile geboten. Die erste Aktion muss das Sperren der SIM-Karte sein. Dadurch wird die Karte unbrauchbar und es fallen keine weiteren Verbindungskosten an. Dazu eine gute und eine weniger gute Nachricht.

"Im Grunde sehr interessant."

Die gute: Am 1. Juli 2005 wird eine neue allgemeine Sperrnotrufnummer geschaltet. Über die Nummer 116116 werden Kunden dann alle möglichen Karten sperren können. Das Konzept der neuen Notrufnummer geht auf eine Initiative des Vereins "Sperr e.V." in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung zurück. Ziel ist es, das bewährte System der Notrufe 110 und 112 für heutige Sicherheitsanforderungen zu übernehmen.

Die weniger gute: Alle großen Mobilfunkanbieter in Deutschland halten sich zurzeit noch zurück. Pressesprecher Jörg Carsten Müller von E-Plus hierzu: "Das Thema ist in unserem Haus noch nicht endgültig entschieden. Die Nummer wird zwar ab 1. Juli aus dem E-Plus Netz erreichbar sein, unsere SIM-Karten werden aber darüber noch nicht sperrbar." Auch T-Mobile findet die neue Möglichkeit "sehr interessant". Laut Ramona Stahl (Pressesprecherin T-Mobile) sei aber "noch keine Entscheidung darüber getroffen".Die neue Einfachheit der einen Nummer bleibt Mobilfunkkunden also erstmal verwehrt, doch jeder Anbieter hat natürlich seine eigene Rufnummer, über die man seine Karte jederzeit sperren lassen kann.

Das Einmaleins oder *#06#

Wichtig! Sie müssen sich natürlich vor der Sperrung der Karte als Kunde eindeutig identifizieren. Nötige Angaben wie Kundennummer, SIM-Kartennummer und Kundenkennwort sollten Sie also vor Reisebeginn notieren und am Urlaubsort an einem sicheren Ort aufbewahren. Notieren Sie sich am besten auch die IMEI Nummer Ihres Gerätes. Sie wird bei vielen Geräten nach der Eingabe des Codes *#06# auf dem Display angezeigt. Über diese Nummer kann jedes Handy eindeutig identifiziert werden. Damit besteht die geringe Chance, dass Sie das gute Stück vielleicht doch wiederbekommen. Vorausgesetzt Sie zeigen den Verlust sofort bei der Polizei an. Einige Netzbetreiber bieten sogar den Service über die IMEI-Nummer das komplette Gerät zu sperren. Vielleicht bringt der Gedanke, dass der gemeine Dieb es auch nicht benutzen kann, die kleine Genugtuung, die einen schlussendlich doch noch positiv auf den Urlaub zurückblicken lässt.

Kontakte
E-plus
Notrufnummer1+49 177-1000
Urlaubsoption22003 oder SMS mit Kennwort Holiday an 22003
T-Mobile
Notrufnummer+49 1803-302202
Urlaubsoption2202 im Ausland +49 180-330 2202
Vodafone
Notrufnummer+49 172-1212
Urlaubsoption12225 im Ausland +49 172-12225
O2
Notrufnummer+49 179 55 222
Urlaubsoptionüber www.o2online.de

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http://www.netzwelt.de/news/71814-urlaubszeit-fiese-kostenfalle-auslandsroaming.html
2005-07-07 18:00:00
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