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04.07.2005
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Spyware ein männliches Problem?

Testosteron und Spyware: Warum Männer die besseren Surfer sind

Sicherheit

Doch genug des Geschlechterkampfes: Zur Ehrenrettung der Männerwelt gibt es nur zu sagen, dass die Jungs zwar deutlich mehr am Rechner herumspielen, deshalb aber auch deutlich mehr Ahnung haben. Zwar nutzen sie Filesharing und besuchen andere zweifelhafte, vielleicht sogar schlüpfrige Websites während der Arbeitszeit, doch viele von ihnen wissen offensichtlich auch, wie sie diese Betätigungen vor ihren Chefs oder Admins verstecken können.

Geschlechterkampf im Büro

Die Frauen hingegen haben von Natur aus wenig Interesse an Computern. Ihnen fehlt oft die emotionale Bindung an das Gerät und damit auch die Freude für Spielereien. Sie arbeiten am Rechner, nennen ihn "Bongo" oder "Gerd", bekleben ihn wie wild mit irgendwelchen Spielsachen und schicken mehr virenverseuchte als lustige Powerpoint-Präsentationen durch die Gegend. Die Optik ist wichtiger als das, was drin steckt. Bei den Herren der Schöpfung ist es hingegen umgekehrt. Und während die Frauen oft überhaupt nicht wissen, was für schöne Dinge sich mit dem Rechner anstellen lassen, grunzen die Jungs den nackten Tatsachen auf Pornoseiten hinterher.

Wie dem auch sei, letztendlich ist die "Sicherheitslücke Mann" in die Schublade "urbane Legenden" einzuordnen. Denn genau, wie es Frauen gibt, die Filesharing betreiben, gibt es Männer, die sich am Computer nichts trauen. Das hat mit dem Fahrstil auf der Straße allerdings weniger zu tun, ist es doch ein Unterschied, ob man sich in einem ehrenhaften Rennen zersemmelt oder den sozialen Abstieg für ein paar blödsinnige Dateien riskiert.

Alleine in der Nacht

So oder so ist die geschlechterspezifische Aufschlüsselung in Sachen Gefahrenpotential für Netzwerke nicht wirklich sinnvoll. Denn letztendlich liegt es am Arbeitgeber, was er erlaubt und was nicht. Kein Angestellter, weder Mann, noch Frau, würde seinen Job für alberne Spielereien in Gefahr bringen. Zumindest das dürfte Männern wie Frauen durchaus bewusst sein.

Auch Surfcontrol schließt mit dieser Ansicht: "Wegen der Nutzung - und des Missbrauchs - des Firmennetzwerkes werden Computernutzer als die Hauptverantwortlichen für Internet-bezogene Sicherheitsprobleme gesehen. Allerdings ist es in Wirklichkeit genau anders herum. Es sind die Arbeitgeber, die nicht genug tun, um ihre Infrastruktur, ihr Marken-Image, ihre gesetzliche Haftpflicht und ihre Angestellten zu schützen. Das ist Russisches Roulette auf Unternehmensebene."

Autor/in: (cr)


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