Spyware ein männliches Problem?

Testosteron und Spyware: Warum Männer die besseren Surfer sind

Spyware ist ein großes Problem für Firmennetze. Doch wie kommen die Spionage-Tools ins Firmennetzwerk? Dieser Frage ist das Unternehmen Surfcontrol nachgegangen und hat 300 Männer und Frauen beim Umgang mit dem Internet beobachtet. Dabei kam heraus, dass Männer den Rechner als Spielwiese betrachten und auch auf der Arbeit gerne mal machen, wofür sie eigentlich zuhause einen DSL-Anschluss haben sollten.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Haarscharf geschlossen
  2. 2Längst widerlegt
  3. 3Geschlechterkampf im Büro
  4. 4Alleine in der Nacht

Laut Surfcontrol waren die Herren der Schöpfung im Beruf wesentlich aktiver in Sachen Filesharing, Online-Gaming und dem Besuch von Sex-Websites. Außerdem nutzten sie die schnelle Web-Verbindung im Büro, um sich privat Dinge herunter zu laden. Auch gechattet wird recht gerne, wobei ungefähr doppelt so viele Männer wie Frauen diesen Beschäftigungen nachgingen.

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Haarscharf geschlossen

Surfcontrol schloss haarscharf, dass die Männer offensichtlich das größere Risiko im Web darstellten als Frauen. Eine entsprechende Pressemeldung trudelte schnell ein und eine ganze Handvoll Online-Magazine plapperten es nach: "Männer sind Schuld am Spyware-Problem." Dabei ist Spyware an sich kein geschlechterspezifisches Problem. Und Frauen sind auch nicht ungefährlicher für das Internet.

Einmal abgesehen davon, dass eine Studie mit 300 Teilnehmern nur wenig repräsentativ ist, noch dazu ohne klare Aussage darüber, wie hoch der Anteil der Männer und Frauen in der Testgruppe waren, ist es doch überaus fraglich, ob Frauen die besseren Surfer sind. So wie sie nach Ansicht der Surfcontrol-Pressestelle und mancher Magazine auch die besseren Autofahrer sind.

Längst widerlegt

Dabei ist das doch längst widerlegt: Zwar fahren Männer aggressiver und verursachen wenn, dann schwere Unfälle. Doch Frauen treiben andere Verkehrsteilnehmer oft mit ihrer übervorsichtigen, aber wenig umsichtigen Fahrweise in den Wahnsinn. Da wird gebremst, wo nicht gebremst werden muss, stundenlanges einparken und natürlich die Blechschäden. Erst kürzlich ließen die Versicherungen vermelden, dass Frauen rein finanziell gesehen die schlechteren Autofahrer sind.

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