Vorgestellt: Video on Demand von Arcor
Premium-Qualität: Annähernd DVD-Niveau
Nutzer können die Filme bei Arcor in drei unterschiedlichen Qualitätsstufen von 800 kBit/s, 1.500 kBit/s und 2.000 kBit/s herunterladen. Die niedrigste Variante der im WMV-Format kodierten Videos bietet eine Auflösung von 528 x 224 Pixeln und ein mit 64 kBit/s kodiertes Stereosignal. "Hohe Qualität" bieten die Videos mit 1.500 kBit/s Datendurchsatz, 704 x 300 Pixeln Auflösung und 128-kBit/s-Stereosound.
Die "Premium Qualität" mit einer Bandbreite von 2.000 kBit/s soll laut Arcor DVD-Niveau erreichen - die Auflösung liegt mit 720 x 308 Pixeln aber unter PAL-Niveau. Immerhin klingt bei den Videos mit dem WMA9-Pro-Codec mit 256 kBit/s komprimierter Surround-Sound aus den Lautsprecherboxen, wenn eine entsprechende Soundkarte im Rechner eingebaut ist. Leider ist die Mehrzahl der Filme lediglich in den beiden niedrigeren Qualitätsstufen abrufbar.
Im Gegensatz zu T-Online oder Maxdome bietet Arcor sämtliche Videos nicht als Streaming, sondern nur als Download an. Um einen Film starten zu können, müssen Nutzer allerdings nicht warten, bis der Film komplett auf die Festplatte geladen ist. Dank des so genannten "Progressive Download" können sie die Wiedergabe des Filmes starten, sobald ein ausreichend großer Datenpuffer auf der Festplatte angekommen ist.
Technik: Progressive Download statt Streaming
Der File-Download hat gegenüber dem Streaming den Vorteil, dass auch Kunden mit den DSL-1000-Anschlüssen Filme in der besten Qualität betrachten können. Und wer eine dicke DSL-Leitung mit mehr als 2.000 kBit/s Downloadbandbreite zur Verfügung hat, kann dank Pufferung die Filme auch in der höchsten Qualitätsstufe sofort starten. Zudem können Internetnutzer die einmal heruntergeladenen Dateien auch offline anschauen - beim Streaming ist das nicht möglich.
DRM: Arcor setzt auf Microsoft-Technologie
Damit die Käufer Filmdateien nicht illegal kopieren, sind die Dateien durch das Digital Rights Management (DRM) von Microsoft geschützt. Um den Vod-Dienst von Arcor benutzen zu können, müssen Internetnutzer daher zwingend den Windows Media Player und den Internet Explorer von Microsoft verwenden.
Bezahlen kann man bei Arcor ausschließlich über das eigene Bezahlsystem des Unternehmens: Die so genannte Kleingeldbörse können Internetnutzer über die Internetseite von Arcor per Bankeinzug aufladen. Wenn Kunden einen Film anschauen, wird der entsprechende Betrag vom Kundenkonto abgebucht.
Fazit: Dokumentationen hui, Spielfilme pfui
Insgesamt macht der Vod-Dienst von Arcor einen sehr durchwachsenen Eindruck. Das Spielfilm-Archiv enthält nur wenige echte Highlights und vor allem B-Movies aus vergangenen Tagen. Angesichts dieser Tatsache ist der Standardpreis von 3,50 Euro überteuert, auch weil Arcor nur wenige Filme in der so genannten Premium-Qualität anbietet. Für weniger Geld können Filmfreunde in jeder Videothek aktuelle Blockbuster auf DVD ausleihen - mit sämtlichen Extras wie Surround-Ton, Making-Of oder Original-Tonspur.
Deutlich positiver zu bewerten ist die vielfältige Auswahl bei Dokumentationen. Ebenfalls gefallen hat uns das Progressive-Download-Verfahren, das die Vorzüge von Streaming und Download vereint. Dass Arcor Linux- und Mac-Nutzer um des Microsoft-DRM willen ausschließt, ist zwar ärgerlich; die Konkurrenz macht es aber nicht besser.
Eine Übersicht über den gesamten Online-Film-Markt liefert ein aktueller Vergleichstest aller deutschen Video-on-demand-Dienste.

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naja ich werd VoD nicht benutzen denk ich...