Größter Telekom-Konkurrent bietet seit 2002 Film-Downloads an
Vorgestellt: Video on Demand von Arcor
Arcor ist der deutsche Pionier in Sachen Video on demand (Vod): Schon seit 2001 verkauft das Unternehmen Filme über das Internet. Neben der Spielfilm-Bibliothek sollen vor allem eine große Anzahl von Dokumentationen im Arcor-Archiv Kunden anlocken.
Inhaltsverzeichnis
- 1Spielfilm-Archiv: Wenige Highlights, viele B-Movies
- 2Dokumentationen: BBC, Spiegel TV, Discovery Channel
- 3Pornofilme im Adult Park
- 4Premium-Qualität: Annähernd DVD-Niveau
- 5Technik: Progressive Download statt Streaming
- 6DRM: Arcor setzt auf Microsoft-Technologie
- 7Fazit: Dokumentationen hui, Spielfilme pfui
Als Arcor 2001 den Vod-Dienst startete, sprach Unternehmenssprecher Götz von einem Durchbruch in Sachen Breitbandanwendung. Dem Durchbruch folgte eine jahrelange Durststrecke. Inzwischen leistet Arcor mit T-Online, Maxdome, In2movies und One4movie eine Reihe von Konkurrenten auf dem Vod-Markt Gesellschaft. In Deutschland wartet Vod aus einer Reihe von hausgemachten Gründen aber immer noch auf den echten Durchbruch.
Spielfilm-Archiv: Wenige Highlights, viele B-Movies
Der Vod-Pionier Arcor hat derzeit nach eigenen Angaben rund 1300 Videos im Archiv - etwa 400 davon sind abendfüllende Spielfilme. Der Standardpreis für Spielfilme liegt bei 3,50 Euro pro Film; für diese Gebühr können Nutzer sich ein Video 24 Stunden lang so oft anschauen, wie sie wollen.
Wirklich viele aktuelle Filme findet man in dem Video-Archiv allerdings nicht: Den meisten Filmen kann man getrost das Etikett "B-Movie" aufdrücken. Das liegt unter anderem daran, dass Arcor keine Verträge mit US-Studios hat, wie etwa T-Online, sondern nur mit Filmrechtehändlern kooperiert. "Der Vod-Markt wächst noch immer langsam", sagt Arcor-Sprecher Paul Gerlach. "Wir passen die Anzahl und die Aktualität unserer Filme der Marktlage und der Nachfrage unserer Kunden an."
Dokumentationen: BBC, Spiegel TV, Discovery Channel
Während das Spielfilm-Archiv von Arcor derzeit nicht mit Konkurrenten wie T-Online oder Maxdome mithalten kann, ist das Unternehmen bei Dokumentationen gut aufgestellt: Dank der Verträge mit einer Reihe von renommierten Partnern finden Freunde der informativen Unterhaltung eine interessante Auswahl an Filmen zu Themen aus Wissenschaft, Natur, Geschichte oder Gesellschaft.
Videos von den amerikanischen Infotainment-Kanälen Discovery Factual und National Geographic Channel kosten 2,50 Euro. Für die Dokumentationen vom History-Channel verlangt Arcor 1,99 Euro. Die Filme der britischen BBC sind für 1,50 Euro zu haben. Ein Sonderfall sind die Spiegel-TV-Downloads: Für 1,99 Euro können Internetnutzer diese Videos statt 24 Stunden sieben Tage lang anschauen.
Neben Spielfilmen und Dokumentationen verkauft Arcor auch Videoseminare: In der Sparte "Erfolg & Lernen" können Internetnutzer in kurzen Filmen von Trainern, wie zum Beispiel Bergsteiger-Legende Reinhold Messner, mehr zu Themen wie Rhetorik, Zeit-Management oder Loveselling lernen. Die Videos kosten zwischen 1,00 und 6,50 Euro.
Pornofilme im Adult Park
Wie die meisten anderen Anbeitern setzt auch Arcor auf die Anziehungskraft von Online-Erotik: Wer per Altersnachweis seine Volljährigkeit bewiesen hat, kann im "Adultpark" Pornos ab vier Euro oder einzelne Szenen von fünf bis zehn Minuten ab 1,50 Euro herunterladen. Einige ungeschnittenen Horror- und Actionfilme im Arcor-Archiv setzen ebenfalls einen Altersnachweis voraus.


Egal ob bei Festznetz oder DSL - kleine Carrier jagen den etablierten Unternehmen deutschlandweit mehr und mehr Kunden ab. EWE TEL beschränkt die Konkurrenz zur Telekom und Arcor nicht nur auf Telefon und Internet: Das Unternehmen hat auch einen eigenen Video-on-demand-Dienst gestartet.
Namens- und Markenwechsel: Seit Sonnabend heißt der Netzanbieter Arcor Vodafone. Mit der Umstellung bündelt Vodafone die Sprach- und DSL-Dienste des Eschborner Konzerns. Für Arcor-Kunden ändert sich vor allem der Kopf ihrer Telefon- oder Internetrechnung.





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insgesamt 1 Beitragnaja ich werd VoD nicht benutzen denk ich...