Speicherkarten: Welche ist mein Typ?
Multimedia- und SecureDigital-Card
Die Multimedia-Card kam Ende der 1990er auf den Markt. Sie zeichnet sich durch eine extrem kompakte Bauform aus. Die Abmessungen entsprechen denen einer Briefmarke. Natürlich ist die MMC ein wenig stärker als eine Briefmarke, rund 1,4 Millimeter ist die Mulitmedia-Card dick. Ihr Erscheinen glich einer kleinen Revolution. Genau wie die CompactFlash-Karten sind auch MMCs mit einem eigenen Controller ausgestattet. Allerdings sind Multimedia-Cards wesentlich kompakter.
Die SecureDigital-Card ist eine Weiterentwicklung der MMC. Sie ist sozusagen eine MMC mit Erweiterungen. Sie ist geringfügig dicker, schneller und besitzt einige Kopier- und Schreibschutz-Funktionen, was sie für den Einsatz in mobilen Computern, PDAs und Handys prädestiniert. Dieser kann wahlweise vom Gerät oder mit einem mechanischen Schalter am Gehäuse gesetzt werden. Die SD-Card ist kompatibel zur MMC, das bedeutet: Multimedia-Karten können problemlos in SD-Geräten eingesetzt werden. Umgekehrt ist das nicht möglich, weil die SD-Karte zu dick für MMC-Slots ist.
Kompakt und flott
Dank des auf beiden Kartentypen integrierten Kontrollers sind SD und MMC, anders als beispielsweise die SmartMedia-Card, kapazitätstechnisch nicht vom Endgerät abhängig. Selbst uralte MMC-Geräte können problemlos mit aktuellen Gigabyte-Karten betankt werden, solange die Bauform stimmt. Im Grunde sind aber auch MMC und SD nichts anderes als Ableger der CompactFlash-Karte: Genau wie die SmartMedia-Karten lässt sich auch dieser Kartentyp problemlos mittels Adapter in CF-Geräten einsetzen.
Zur Zeit liefern sich CompactFlash- und SD-Cards ein gnadenloses Kopf-an-Kopf-Rennen. Die meisten modernen Geräte setzen auf einen der beiden Kartentypen, die MMC wird wegen ihrer Flachen Bauform auch noch gerne in Handys verwendet. Dabei haben SD und MMC den Vorteil der geringen Größe, wohingegen die CF-Karte ihren Speicher-Vorteil voll ausspielen kann: Sie ist zu jedem Zeitpunkt mit bis zu doppelter Kapazität der SD-Card zu haben.
Für Handys: Die Mini-SD
Derweil basteln die Ingenieure an neuen Typen der SD-Card. So soll es schon bald SD-Karten geben, die einen USB-Anschluss direkt eingebaut haben. Wie das bei der kompakten Bauform möglich ist? Ganz einfach: Die Karte hat nur das Innenteil des USB-Anschlusses, ohne den Metallrahmen. Der eingebaute USB-Anschluss muss nur ausgefahren werden, damit das klappt. Ein Ableger der SD-Karte für Mobiltelefone ist die noch nicht sehr weit verbreitete Mini-SD-Card, die die kompakten Maße der SD-Karte noch einmal um ein Drittel verringert.
