Speicherkarten: Welche ist mein Typ?
Die CompactFlash-Card
Bei der CompactFlash-Karte handelt es sich um den ursprünglichsten Speicherkarten-Typ. Von den Abmessungen her ist sie einem Streichholz-Briefchen nicht unähnlich. Sie ist technisch mit dem PCMCIA-Slot, der an Notebooks zu finden ist, verwandt, allerdings ist sie wesentlich kompakter als der Notebook-Slot. Die CompactFlash-Karte bringt im Gegensatz zu allen anderen Kartentypen einen eigenen Controller mit und ist deswegen wesentlich vielseitiger. So lassen sich über den CF-Slot in vielen Mobilen Geräten auch Zusatzgeräte ansprechen, solange sie nur die CompactFlash-Bauform aufweisen.
Ein weiterer Vorteil ist die Robustheit der Karte: Ihr stabiles Äußeres und die Tatsache, dass die Karte keine außen liegenden Kontakte hat, prädestiniert sie für den harten "Feldeinsatz". Zudem ist sie vergleichsweise preiswert, weshalb sie trotz ihres Alters noch oft und gerne verbaut wird. Manche Digitalkamera-Hersteller, wie zum Beispiel Canon, setzen ausschließlich auf CompactFlash.
Riesige Bauform
CF-Karten sind im Vergleich zu anderen Speicherkarten-Typen fast schon als riesig zu bezeichnen. Das allerdings erlaubt eine einfache Realisierung großer Kapazitäten, mit dem Erfolg, dass CompactFlash immer als erstes Format in neue Speicher-Regionen vordringt. Mehrere Gigabyte sind zur Zeit kein Problem (Stand: Sommer 2005), während die Konkurrenz gerade dabei ist, die Gigabyte-Regionen zu erobern. CompactFlash ist, ähnlich wie PCMCIA, in zwei Bauformen erhältlich: Typ I mit 3,3 mm Kartendicke und Typ II mit 5 mm. Typ II kommt allerdings nur noch selten zum Einsatz. Durch ihre recht sperrige Bauart sind CF-Karten vergleichsweise günstig.
Doch wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten: Die CompactFlash-Karten haben dank des eingebauten Controllers den Nachteil, dass dieser für die Geschwindigkeit der Datenübertragung verantwortlich ist. Dadurch steigt und fällt die Freude an der CF-Karte mit der Qualität. Selbst in einem Kartenleser mit USB 2.0 wird eine alte CF-Karte nicht wirklich schnell sein, weil ihr Controller einfach nicht mehr schafft. Allerdings arbeiten die Hersteller bereits an einer Lösung: Eine Hi-Speed-Variante von CompactFlash soll die Übertragung um den Faktor 12 beschleunigen.
Was war gleich ein Microdrive?
Ein Ableger der CF-Karte ist übrigens das Microdrive. Dabei handelt es sich um eine Karte in CompactFlash-Bauform, allerdings nicht mit Flash-Speicher, sondern mit einer Festplatte in 1"-Bauform, wie sie auch in manchen MP3-Playern Verwendung findet. Der Vorteil ist die gegenüber der CF-Card deutlich erhöhte Speicherkapazität bei gleichem Preis. Der Nachteil ist die mangelnde Geschwindigkeit, die mechanische Anfälligkeit und der hohe Stromverbrauch, was das Microdrive für den Einsatz in vielen Mobilgeräten disqualifiziert.
