Vergleichstest Gamer-Mäuse: Logitech MX 518, Razer Diamondback und Saitek Gaming Mouse
Lieferumfang und Software
Jeder einzelne Testkandidat markiert mit einer extrem hohen Auflösung von 1.600 dpi das derzeitige Maximum an Präzision. Jedenfalls wenn man von der Raptor Gaming M2 mit 2.400 dpi einmal absieht. Dieses ist jedoch nicht nur beim Spielen von Vorteil, sondern auch bei der Bildbearbeitung oder dem Zeichnen auf dem Monitor. Beim Retuschieren kann man tiefer ins Detail gehen, und selbst beim wenig professionellen Zeichnen einer Linie oder eines Kreises unter "Paint" kommt es seltener zu unschönen Ausrutschern.
Neben der Maus selbst gehören bei allen drei Testkandidaten ein Handbuch und eine Software-CD zum Lieferumfang. Ausrutscher im positiven Sinne erlauben sich Logitech und Razer. Während der MX 518 ein PS/2-Adapter beiliegt, kommt die Diamondback in einer hübschen schwarzen Maustasche mit Reissverschluss. Letztere ist sogar mit einem vergoldeten USB-Stecker versehen, der jedoch mehr nach Effektheischerei denn nach wirklichem Nutzen aussieht.
Normalerweise soll eine Maus nach dem Anschließen einfach nur funktionieren. Doch wie gesagt, Gamer stellen nunmal höhere Ansprüche. Bei der Anpassung der Maus an die sehr speziellen Bedürfnisse kann eine entsprechende Konfigurationssoftware helfen. Was sich Logitech, Razer und Saitek dabei gedacht haben, sehen wir uns nun einmal genauer an.
Logitech MX 518
Beim wohl bekanntesten der drei Hersteller kommt zur Mauseinstellung wieder einmal die "SetPoint"-Software zum Tragen. Sie ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht einen schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen wie Tastenbelegung, Rad- und Zeigergeschwindigkeit. Dass es sich hier um mehr als eine gewöhnliche Maus handelt, verrät der Unterpunkt "Mauseinstellungen für Spiele". Bei entsprechend gesetzten Häkchen werden mit dem Start eines Spiels die vorher dafür festgelegten Justierungen geladen.
Unter "Erweiterte Spieleinstellungen" kann zu diesem Zweck die Startdatei des preferierten Titels gewählt und mit der passenden Auflösung verknüpft werden. Das Spektrum der Logitech-Software reicht von 400 bis 1.600 dpi, variiert wird in kleinen 50er-Schritten. Das ist soweit schön und gut, doch jedes in die Liste aufgenommenes Spiel, egal ob Ego-Shooter oder Echtzeit-Strategie, wird mit den gleichen Einstellungen gestartet.
Razer Diamondback
Das ohne Zweifel pfiffigste und ansprechendste Konfigurationswerkzeug unseres Vergleichstest liefert die Razer Diamondback. Unter "Sensitivität" kann die Empfindlichkeit in sehr kleinen Schritten justiert werden, eingeteilt in einer groben Skala von 1 bis 10. Zum Testen des Doppelklick-Tempos steht ein rechteckiges Feld bereit, das bei erfolgreichem Doppelklick wie eine Glasscheibe zerspringt. Zusätzlich stehen noch erweiterte Funktionen zur Verfügung. Darüber lässt sich auf die Zeiger-Geschwindigkeit unter Windows sowie dessen Beschleunigungsverhalten zugreifen.
