T-Com: Wimax-Test in Bonn - breite Markteinführung nicht in Sicht

Es wird noch dauern

Sämtliche nötige Technik bekommen die Testkunden von T-Com gestellt, und auch die Einrichtung nahm T-Com vor. Die Wimax-Hardware aber noch nicht fertig standardisiert, laut Kittel sei serienreife Technik von den Herstellern in der zweiten Jahreshälfte angekündigt.

Extremen Bandbreiten von 70 MBit pro Sekunde erteilte Kittel allerdings eine klare Absage. Dies seien Herstellerangaben, die für optimale Bedingungen gelten würden, so Kittel. "In der Praxis sind hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und große Reichweiten nicht gleichzeitig möglich." Übertragungsraten im hohen zweistelligen MBit-Bereich seien zu hoch gegriffen, so Kittel weiter.

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Bis die ersten Wimax-Zugänge für normale Kunden zu haben sein werden, wird aber wohl noch einige Zeit vergehen. Denn T-Com muss selber noch testen, wie Wimax an die eigene Infrastruktur angebunden werden kann. Außerdem muss noch endgültige Hardware her, die Regulierungsbehörde muss Lizenzen für die Funkfrequenzen vergeben. Und T-Com muss noch die Wirtschaftlichkeit überprüfen.

Und daran wird es wohl auch letzten Endes hängen: Offensichtlich ist Wimax ja machbar, die große Frage ist nur: Lohnt es sich für die Kunden und für T-Com? Dass es funktioniert, ist für T-Com ja noch lange kein Grund, es wirklich einzusetzen. Es muss sich rechnen - da ist die Telekom ganz Wirtschaftsunternehmen.

Start steht in den Sternen

Sollte der Wimax-Test erfolgreich sein, wird es aber noch dauern, bis die fertigen Lösungen bestellt werden können. "Über die Verfügbarkeit können wir noch gar nichts sagen", sagt T-Com-Sprecher Rüdiger Gräve, "wir müssen die Ergebnisse des Tests und die regulatorischen Rahmenbedingungen abwarten". Keine schnelle Hilfe also für die DSL-freien Gebiete - aber immerhin ein Licht am Horizont.

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