Dicke Luft
Kurztest: Air Strike 3D II
Was kann ein einzelner Hubschrauber gegen zigtausend Feinde ausrichten? Erstaunlich viel, wenn eine Atombombe zum Bordgepäck zählt.
Die Terroristen sind los. Nicht irgendwelche Spinner mit Bomben aus dem Apothekerschrank, nein, richtig harte Knochen mit Hubschraubern, Kriegsschiffen, Panzern und Flugzeugträgern. Die Bande muss natürlich schleunigst weg. Und weil "Serious Sam" gerade ein Antiaggressionstraining absolviert, springt Agent Null-Zwo in die Bresche.
Null-Zwo ist Kampfpilot. Mit immer stärkeren Hubschraubermodellen und Waffensystemen äschert er so ziemlich alles ein, was ihm vor den Sucher kommt. Selbst feindliche Treibstoffraffinerien und Radaranlagen werden als schwelende Trümmerhaufen hinterlassen. Für die nötige Feuerkraft sorgen Munitionskisten und Power-Ups. Von der Impulskanone bis zum Plasmageschütz über Raketen jeder Bauart wird in der Luft allerlei Zerstörerisches aufgegabelt. Wer es theatralischer mag, schmeißt seinen Gegnern eine Atombombe aufs Dach.
Mehr Gegner als Verstand
Die konfigurierbare Steuerung ähnelt der klassischer Ballerspiele. Kleiner Unterschied: Die linke Maustaste, in der Standardsteuerung für die Primärwaffe reserviert, lässt man nach dem Start einer Mission kaum mehr los. Auch die für Raketen zuständige rechte Maustaste ließe sich ebensogut mit Tesafilm fixieren. Insgesamt können drei Waffengattungen gleichzeitig abgefeuert werden, was angesichts der irrwitzigen Zahl an Feinden durchaus notwendig ist.
Es gibt so gut wie keinen Spielabschnitt, in dem nicht irgendetwas schießt, einstürzt oder explodiert. Ein gewisser Abnutzungseffekt bleibt bei so viel Dauerkrawall nicht aus. Dem wirken die Entwickler durch sporadische Duelle mit Bossgegnern zumindest vordergründig entgegen.
Fazit: Totale Hubschrauber-Action für 10 Euro. Die Präsentation ist für ein Produkt dieser Preisklasse bemerkenswert.
