Mobilfunk-Provider mischt sich ins DSL-Geschäft ein
debitel: Alles aus einer Hand
Debitel ist ein wenig wie 1&1, nur eben im Mobilfunk: debitel besitzt keine Mobilfunk-Infrastruktur, sondern kauft alles bei den Netzbetreibern ein. So kommt debitel aber trotzdem auf acht Millionen Kunden. 1&1 macht es ähnlich, man kauft alles bei der Telekom. Nun aber droht Konkurrenz: Denn debitel will im DSL-Markt mitmischen und wird dadurch zum Konkurrenten von 1&1.
Inhaltsverzeichnis
- 1Nur Weiterverkauf
- 2Bald VoIP?
- 3Gerade noch pünktlich
Das Ziel ist gesteckt: Nummer 3 auf dem DSL-Markt will man werden, so wie auf dem Mobilfunkmarkt. Das zumindest verkündete Christian Friege aus dem debitel-Vorstand großspurig in der FAZ. Damit würde sich debitel hinter T-Online und 1&1 einreihen, aber vor AOL und freenet. Rund eine Million Kunden wären momentan nötig, um dieses Ziel zu erreichen. Einen zeitlichen Horizont hat Friege aber nicht angegeben.
Nur Weiterverkauf
Debitel geht ähnlich vor wie auf dem Mobilfunkmarkt: Keine eigene Technik, alles einkaufen. Partner sind Telekom und QSC. Wobei die Telekom die Standard-Leistungen erbringen soll und QSC über Linesharing die schnelleren ADSL2+-Zugänge bereitstellt. Dies ist zurzeit aber nur in Düsseldorf der Fall. Ansonsten setzt debitel auf Resale-DSL.

Die Tarife von debitel können sich sehen lassen - orientieren sie sich doch an den üblichen Marktpreisen. Besonders interessant sind aber die Kombinationsangebote aus Handy und DSL-Anschluss und -Tarif. Hier können Monat für Monat ein paar Euro gespart werden.
Bald VoIP?
Obwohl debitel kein VoIP anbietet, gibt es als Hardware nur die Fritz!Box Fon mit VoIP-Funktion. Denn VoIP befindet sich bei debitel in der Planung. Damit wird die Strategie deutlich: Wer Telefon, DSL und Handy unter einem Dach vermarkten kann, bietet dem Kunden alles, was er braucht. Der ganzen Herrlichkeit steht nur eins im Weg: Der Telekom-Telefonanschluss, der zwingende Voraussetzung für DSL ist.
