Schach dem Monitorkönig?
Sony SDM-HS95P im Test: X-Black-TFT, 12 Millisekunden, 19 Zoll
Monitore
In punkto Schlierenverhalten schneidet der SDM-HS94P aber unserer Meinung nach immer noch ein wenig besser ab. Auch dass die Reaktionszeit beider Sony-Bildschirme mit 12 Millisekunden angegeben ist, ändert an dieser Tatsache herzlich wenig. Wegen der besseren Bildqualität und Blickwinkeltoleranz würden wir dennoch dem neueren Modell den Vorzug geben. Wer mit dem Flachbildschirm in erster Linie spielen will und wem es auf jedes kleinste Quäntchen Geschwindigkeit ankommt, der sollte hingegen besser zum SDM-HS94P greifen.
Mit dem "Spiel"-Modus erzielen wir bei Half-Life 2, Trackmania Sunrise sowie Dawn of War auf Anhieb ein optimales Ergebnis. Ein Knopfdruck genügt. Lediglich bei Doom 3 raten wir von der Voreinstellung ohne weitere Eingriffe dringend ab. Ein helles Bild, auf dem man gleich alles sehen kann, was dem Spieler in der Dunkelheit auflauert, passt schlichtweg nicht zur Horror-Atmosphäre.
Videos: Her mit den Kartoffelchips!
Bei der Wiedergabe von Videos lieferte schon der Sony SDM-HS94P eine glänzende Vorstellung ab. Leider krankte das TN-Display an seiner mittelmäßigen Blickwinkelabhängigkeit. Doch der SDM-HS95P legt die Messlatte noch ein ganzes Stück höher. Er legt nicht nur eine deutliche bessere Bildqualität an den Tag, sondern lässt sich auch von Veränderungen des Sichtwinkels weniger stark beeinflussen. Im Vergleich zum Eizo L778 muss er dennoch Federn lassen.
Sony SDM-HS95P
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Was an bewegten Bildern über den Schirm flimmert, stellt der SDM-HS95P ohne ein sichtbares Anzeichen von Schlieren dar. Leider enttäuscht der "Film"-Modus, weil er das Dargestellte in ein recht künstliches Licht rückt. Das beste Ergebnis erzielen wir im "PC"-Modus bei maximalem Kontrast und auf 50 Prozent halbierter Helligkeit. Bei komprimierten Videos lässt sich durch das Herabsenken der Schärfe sogar ein noch schöneres Bild erzeugen. Weiterhin positiv: im Betrieb gibt der SDM-HS95P nicht den geringsten Ton von sich.
Fazit
Sony hat einer qualitativ eingeschränkten TFT-Technik abgeschworen und sich zu Gunsten einer schöneren entschieden. Nicht allen Spielern wird das gefallen, aber dem Alltagsanwender umso mehr. Wir wundern uns jedoch, weshalb Sony den SDM-HS95P nicht einfach ohne X-Black-Folie gebaut hat. Beim unserem noch immer unangefochtenen Monitorkönig Eizo L778 geht es doch auch ohne Spiegelungen. Dafür bezahlt man allerdings auch etwas mehr.
Wir finden, dass den beschleunigten VA-Panels die Zukunft gehört. Dass die Bildqualität nicht zwecks besserer Spielbarkeit leiden muss, stellt der Sony SDM-HS95P eindrucksvoll unter Beweis. Ganz billig ist er mit einer Preisempfehlung von 599 Euro aber nicht gerade. Dafür bekommt man zwar kaum Verstellmöglichkeiten, aber einen schicken Allrounder mit attraktivem Äußeren.
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