Gerichtsurteil zeigt erste Auswirkungen
Nach Grokster: Limewire vor Aus, iMesh vor Neustart?
Filesharing
Am Dienstag zeichneten sich die ersten Auswirkungen der Grokster-Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof der USA ab. So kündigte der Limewire-Eigentümer Mark Gorton an, sein Engagement in der P2P-Welt überdenken zu wollen. iMesh nutzte die allgemeine Aufmerksamkeit, um ein paar Details zu seinem Neustart zu verraten.
Mark Gorton erklärte gegenüber der New York Times, dass er den Vertrieb von LimeWire wahrscheinlich einstellen werde. Es sei zu schwierig, die vom Gericht aufgestellten rechtlichen Standards zu erfüllen. Limewire ist einer der aktivsten Teilnehmer des Gnutella-Netzwerks. Eine Geschäftsaufgabe der Firma könnte dramatische Folgen für das offene P2P-Netz haben.
iMesh demnächst mit Filter
iMesh erklärte dagegen jetzt, bald in Zusammenarbeit mit der Musikindustrie ein neues Geschäftsmodell zu beginnen. Dazu sollen über die Tauschbörse kopiergeschützte Downloads per Song und im Abo verkauft werden. Nutzern solle es möglich sein, mehr als 15 Millionen Songs über iMesh herunterzuladen.
Dazu gehören offenbar auch frei über das Gnutella-Netz zirkulierende Titel. iMesh klinkt sich bereits jetzt in Gnutellas Netzwerk ein. In Zukunft sollen Copyright-Inhaber dann die Möglichkeit haben, gezielt die Übertragung einzelner Titel zu beschränken. iMesh erklärte zudem, den ehemaligen Sony Music International-Präsidenten Bob Summer zum Chef des Unternehmens ernannt zu haben.
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