iTunes 4.9: Was taugt die Podcast-Unterstützung?

Getrennte Betten!

Sofort startet iTunes den Download der aktuellen Podcast-Episoden. Dabei zeigt das Programm fein säuberlich Name, Erscheinungsdatum, Dauer und Beschreibung an. Ältere Folgen werden angezeigt und können einfach per Klick auf ein Häkchen nachgeladen werden. iTunes behält die Podcasts wahlweise anhand der in den Einstellungen angegebenen Löschintervalle oder ganz nach Wunsch des Users: Die heruntergeladenen Dateien lassen sich problemlos löschen.

Im Gegensatz zu den Lösungen von Drittanbietern gibt es noch einen großen Vorteil: iTunes legt die Podcasts in einer eigenen Bibliothek ab. Diese wird allerdings als normaler Unterordner der Musikbibliothek angelegt. Das bedeutet, dass die Nutzung von Podcasts nicht den Musikgenuss beeinflusst. Stattdessen wird zwischen den gesprochenen und den Musik-Inhalten klar getrennt, was den Vorteil hat, dass nicht mitten beim Kuscheln mit der Freundin plötzlich das vier Monate alte Blubbern eines Podcasters auftaucht.

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Freunde des Audio-Blogs oder des Musik-Podcasts sind damit vielleicht nicht so zufrieden, schließlich enthalten ihre Podcasts Musik, die sie gerne in der Bibliothek hätten. Aber auch das ist kein Problem: Ganz einfach per Drag & Drop lassen sich einzelne Dateien aus der Podcast-Bibliothek in die normale Musikbibliothek verschieben. Diese Funktion eignet sich auch für die Archivierung einzelner Folgen.

Apple auf dem Podcatcher-Olymp

Ein Klick auf "Abmelden" sorgt dafür, dass der Podcast nicht mehr automatisch abgerufen wird. Er bleibt allerdings in der Liste, mit einem Button "Abonnieren". Somit kann der Podcast jederzeit wieder aktiviert werden. Das Kopieren auf den iPod funktioniert natürlich ebenfalls völlig problemlos, eine eigene Podcast-Playliste wird auf dem Gerät angelegt.

Insgesamt kann die Podcast-Funktion in iTunes überzeugen. Vor allem die Trennung zwischen Podcast- und Musikbibliothek ist sehr sympathisch, sind doch viele iTunes-Nutzer Bibliotheken-Hörer und somit nicht unbedingt dafür zu begeistern, dass gewöhnliche Sprechbeiträge sich zwischen Beethoven, 50Cent und Juli schleichen. Die konsequente Umsetzung des Drag & Drop-Prinzips ist ebenfalls löblich. Überraschend, wie schnell sich Apple auf den Podcatcher-Olymp katapultiert hat.