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04.05.2006
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Wichtige Hintergründe für besseres Fotografieren

Digitalkamera-Technik: Blende und Belichtung

Digitalkamera

Viel oder wenig Licht

Die Blende einer Digitalkamera regelt die Menge des einfallenden Lichts. Sie ist im Objektiv einer Kamera zu finden und ist ein Maß für die Größe der Lichteintrittsöffnung. Die Blende ist vergleichbar mit der Iris im menschlichen Auge, die den Lichteinfall ins Auge reguliert. Zur Vereinfachung kann die Blende als ein Ventil für das Licht angesehen werden. Kleine Blendenzahlen stehen für eine große Öffnung, hohe Zahlen für eine kleine Öffnung. Die Erhöhung des Blendenwerts um eine Stufe halbiert die Menge des einfallenden Lichts, entsprechend verdoppelt sich die Lichtmenge, wenn der Wert um eine Stufe verringert wird.

1 - 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32

Die geraden Blendenwerte auf einen Blick (Zwischenwerte nicht aufgeführt)

Neben der Regulierung der Lichtmenge ist die gewählte Blende entscheidend für die Schärfentiefe im Foto. Die Schärfentiefe kennzeichnet die Schärfenausdehnung im Bild. Ist ein Objekt im Vordergrund des Bildes scharf und der Hintergrund unscharf, spricht man von geringer Schärfentiefe. Entsprechend weist ein Foto mit großer Schärfentiefe sowohl einen scharfen Vorder- als auch einen scharfen Hintergrund auf. Mit Erhöhung des Blendenwerts kann die Schärfentiefe gesteigert werden. Ein Blendenwert von 2,8 lässt den Hintergrund unscharf erscheinen. Abblenden auf Stufe 16 steigert die Tiefenschärfe schon enorm.

blende 4 220 1146650989

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blende 22 220 1146650989

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Die Bilder zeigen die Auswirkung verschiedener Blendeneinstellungen: links ein Foto, das mit Blende 4 aufgenommen wurde. Die Blüte im Fokus ist scharf, der Rest davor und dahinter in sanfte Unschärfe getaucht. Das Bild rechts zeigt durch Blende 22 eine große Schärfentiefe.

Das Zusammenspiel verstehen

Blende und Verschlusszeit stehen in einem wichtigen Verhältnis zueinander. Das Verständins dieses Verhältnisses ist die Grundlage für besseres Fotografieren. Blende und Verschlusszeit verhalten sich gegenläufig zueinander: Wird die Verschlusszeit verkürzt, muss die Blende weiter geöffnet werden, um das Foto richtig zu belichten. Wird die Verschlusszeit verlängert, so ist die Blende für exakte Belichtung weiter zu schließen. Eine kürzere Verschlusszeit "erkauft" sich der Fotograf mit geringerer Schärfentiefe (die Blende muss geöffnet werden).

Entsprechend bewirkt ein Schließen der Blende für mehr Schärfentiefe eine längerere Verschlusszeit, ein Öffnen eine kürzere Verschlusszeit. So kann der Fotograf das eine gegen das andere eintauschen. Der sichere Umgang mit diesen beiden Variablen gehört zum Basiswissen eines jeden Fotografen. Seien Sie sich bewusst darüber, was bei Ihrem Foto wichtig ist: Wie kurz muss die Verschlusszeit sein, um das Objekt noch scharf abzubilden? Wie weit soll die Schärfenausdehnung in die Tiefe des Fotos gehen? Wer sich mit diesen Fragen auseinandersetzt, ist auf dem Weg zum besseren Foto.


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