Hast du Töne
Kurztest: Knall auf Fall - Das Audioquiz
Viele Radiosender setzen ihren Hörern schon lange akustische Rätsel vor. "Knall auf Fall" versucht diese Form der Knobelei auf den PC zu holen.
Dass es bei einem Versuch bleibt, liegt nicht nur an der teils schlechten Qualität der Sounddateien. Bei einem Grundrauschen auf Zimmerlautstärke tut sich selbst das sauberste Ohr schwer, einen Lichtschalter von einem schnalzenden Gummi zu unterscheiden.
Lärmbelästigung
Diese und 498 andere Geräusche haben die Entwickler ins Spiel gepackt, die es nach Art von "Wer wird Millionär" zu enträtseln gilt. 15 Fragen trennen den oder die Spieler vom virtuellen Geldsegen, wobei mit jedem Geräusch drei Irreführungen einhergehen. Bei einer falschen Antwort purzelt der Kontostand auf den jeweils tiefer gelegenen Zwischenstand. Nur wer unterhalb der 300 Euro-Grenze scheitert, fängt ganz von vorn an.
Die nur sekundenlangen Geräusche haben die Entwickler allesamt aus dem Leben gegriffen: Vom Rasierer über verschiedene Haushalts- und Handwerksgeräusche hin zum handfesten Industrielärm ist alles dabei, was billige Lautsprecher zum Klirren bringt. Mit dem Anspitzen eines Bleistifts oder dem Justieren einer Kopfstütze sind aber auch leisere Töne Bestandteil des Programms, das sich zwischen zwei Ausführungen weder Profile noch Spieleinstellungen "merken" kann.
Zweimal nachgefragt
Unverzeihlich die Rätselrotation: Wer eine Hürde meistert, steht oft nur wenige Fragen später vor exakt derselben. Derweil entpuppt sich der animierte Radiomoderator als recht stiller, ja müder Vertreter. Die meiste Zeit gähnt er - auch mitten in die Hörproben hinein.
