Exklusiv: Der Internetprovider Nr. 1 bietet VoD nur eigenen Kunden an
Unter der Lupe: Video on Demand von T-Online
Movie Markt
Wer Filme allerdings auf seiner Festplatte abspeichern will, muss zusätzlich den Internet Explorer nutzen. In diesem Fall ist nämlich die Installation zusätzlicher Software namens Download-Tool und Storage-Manager erforderlich. Weil es sich bei den Programmen um Browser-Plug-Ins für den Internet Explorer handelt, ist der Download über andere Browser wie Opera oder Firefox nicht möglich. Die Software soll sicherstellen, dass die Kunden die Filme tatsächlich nur während der auch für die Downloads gültigen 24-Stunden-Frist abspielen können. Downloads lassen sich zudem auch direkt über den Windows Media Player starten, in dem der Vod-Dienst standardmäßig verlinkt ist.
Portable Downloads: Filme für tragbare Videoplayer
Ausschließlich herunterladen lassen sich die so genannten Portable Downloads. Die für die Wiedergabe auf tragbaren Videoplayern optimierten Filme Portable sind mit rund 800 kBit/s kodiert. Die Mobil-Sparte behandelt T-Online allerdings offenbar etwas stiefmütterlich: Abspielen lassen sich die Filme nur mit einem genannten Portable Media Center mit Windows Betriebssystem - verbreitete Videoplayer wie der iPod können mit dem Format nichts anfangen. Zudem ist die Auswahl der als Portable Download verfügbaren Filme verschwindend gering und trotz schlechterer Qualität kosten die Dateien genauso viel wie die Original-Dateien.
Das Bezahlen ist beim Vod-Dienst von T-Online besonders einfach: Die Gebühren für die Filme rechnet das Unternehmen einfach über die Telefonrechnung ab, die die Kunden ja ohnehin erhalten. Wer mag, kann die Filme aber auch mit Micromoney bezahlen: Die Prepaidkarten mit Guthaben von 15, 30 und 50 Euro können Interessenten im T-Punkt kaufen oder über das Internet bestellen.
Die Downloads lassen sich auch direkt über den Windows Media Player starten: Der entsprechende Link ist standardmäßig in der Microsoft-Software integriert.
T-Vision: Video on demand am Fernseher
Wer Vod von T-Online nutzen will, ist nicht unbedingt an einen PC gebunden. Schon heute lassen sich sich die Filme auch mit einem Mediareceiver abrufen und am Fernsehen betrachten - der entsprechende Dienst heißt T-Online Vision.
Demnächst soll dann der Großangriff auf die Wohnzimmer der Republik beginnen: Dann können T-Online-Kunden per VDSL und Set-Top-Box nicht nur Bundesliga-Spiele und rund 100 Fernsehprogramme als IPTV empfangen, sondern auch die Vod-Filme abrufen. "Unterhaltung findet im Wohnzimmer statt und da wollen wir rein", sagt T-Online Sprecher Martin Frommhold.
Fazit: Große Auswahl, bekannte Übel
Der größte Pluspunkt des Vod-Dienstes von T-Online ist eindeutig die Filmauswahl: Kein anderer deutscher Dienst hat so viele attraktive Filme im Archiv. Dennoch gilt auch für T-Online: Bei einer gut sortierten Videothek stehen deutlich mehr Filme in den Regalen. Abstriche müssen die Nutzer zudem bei der Bild-Qualität der Filme machen. Das gilt sowohl im Vergleich zur DVD als auch zur Konkurrenz – Maxdome, In2movies oder Arcor bieten Filme in höheren Bitraten an.
Ansonsten gilt wie für alle anderen Dienste auch: Eine echte DVD-Konkurrenz ist Vod bislang aus vielen Gründen nicht: Die Beschränkungen durch das DRM sind alles andere als nutzerfreundlich, es fehlen die interessanten Extras wie Making-Ofs und Originaltonspuren und die Preise sind bislang nicht günstiger, sondern eher teurer als in der Videothek.
Eine Übersicht über den gesamten Online-Film-Markt liefert ein aktueller Vergleichstest aller deutschen Video-on-demand-Dienste.
Links zum Artikel
- In2movies: Online-Filmhändler im Test
- Maxdome im Test
- Video on Demand von T-Online
- Vorgestellt: Video on demand von Arcor
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