Unter der Lupe: Video on Demand von T-Online

Filme als Streams und als Downloads

Insgesamt können Internetnutzer bei T-Online nach Angaben des Unternehmens derzeit 1.200 Videos abrufen. Die Zahl der Filme will das Unternehmen künftig weiter ausbauen. Dabei archiviert T-Online jedoch nicht alle Streifen auf Dauer; gerade neue Filme kann T-Online aufgrund der Verträge mit den Studios nur vorübergehend ins Programm nehmen. Für Hollywood-Blockbuster legen die Produzenten ganz bestimmte Verwertungszeitfenster fest, in denen Filme bei Vod-Diensten verfügbar sind oder im Pay- oder Free-TV laufen.

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Die Filme bietet T-Online-Kunden sowohl als Streams als auch als Downloads an. Das Angebot der Filme, die sich Nutzer auf die Festplatte laden können, ist aber noch deutlich kleiner: Gedacht sind die Downloads vor allem für T-Online-Kunden mit T-DSL 1000 oder einem der Rückfallprodukte, die sich mangels Bandbreite die Streams nicht in der besten Qualität anschauen können.

Die Videostreams, die mit Windows Media Codec 9 kodiert sind, gibt es in zwei Qualitätsstufen: Kunden mit T-DSL 1000 können die Filme mit einem Datendurchsatz von 736 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) herunterladen. Wer eine höhere DSL-Bandbreite nutzt, kann die Filme zum selben Preis in einer höheren Qualität betrachten - die Bandbreite beträgt dann 1456 kBit/s. Dieselbe durchschnittliche Datenrate haben die Download-Dateien. Da diese mit einer variablen Bitrate kodiert sind, ist die Bildqualität aber besser als bei den Streamings.

Surround-Ton mit Dolby Pro Logic II

Die Audiospur der bei T-Online verfügbaren Filme liegt im Windows Media Audio Format vor und ist mit 128 kBit/s kodiert. Einen Teil sowohl der Downloads als auch der Streams können sich Nutzer dank Dolby Prologic II mit Surround-Sound anschauen, wenn sie die entsprechende Hardware besitzen. Bei dem Ton-Standard handelt es sich aber nicht um echten Mehrkanalton wie bei in der Regel mit DTS oder Dolby Digital versehenen Filmen auf DVD. Stattdessen dringt aus den Boxen Raumklang, der aus dem Stereosignal berechnet wird.

Die Qualität der Videostreams reicht nicht nur beim Ton, sondern wegen der vergleichsweise geringen Datenraten auch beim Bild nicht an DVDs heran. Das soll sich angesichts der steigenden DSL-Bandbreiten künftig ändern. "In der Vergangenheit haben wir beim Streaming kontinuierlich höheren Datenübertragungsraten eingeführt", sagt T-Online-Sprecher Ralf Sauerzapf. "Wir werden künftig auch der zunehmenden Etablierung höherer DSL-Bandbreiten Rechnung tragen."

Hochauflösend: Kleine Filmauswahl in HDTV-Qualität

Zudem bietet T-Online als erster deutscher Video-on-demand-Anbieter inzwischen auch eine Auswahl an Filmen in hochauflösender Qualität an. Kunden des Providers können sich zum Beispiel den Tom-Gerhardt-Film "Siegfried" oder "Die weiße Massai" in einer progressiven Auflösung von 1280 x 720 und einem Datendurchsatz von 8,5 Megabit pro Sekunde herunterladen. Bislang ist die Auswahl an HD-Material aber noch sehr klein: Hollywood-Filme gibt es bislang nicht zu bestaunen.

Alle Videos bei T-Online sind durch das aktuelle Digital Rights Management von Microsoft geschützt. Der Windows Media Player 10 ist daher auch Voraussetzung, um die Videos anschauen zu können. Mac- und Linux-Nutzer kommen daher nicht in den Genuss des Vod-Dienstes von T-Online. Immerhin lassen sich die Streamings auch über den Mozilla Firefox starten.

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