Alt gegen Neu - zwei VoIP-Fritz!en im Vergleich
Ausleihen und ausprobieren
Wem die Unsicherheit der rauschenden Analog-Telefonate zu groß ist, macht die Probe aufs Exempel. Dafür muss man nur ein Gerät aus dem Bekanntenkreis auftreiben oder einen Laden finden, der die Box bei "Nichtgefallen" wieder zurücknimmt. Dieser Test funktioniert auch dann, wenn noch keine DSL-Leitung vorhanden ist. Große Einstellungen sind dabei nicht nötig - nur die zugeordnete Rufnummer muss die Fritz!Box kennen.
Unbemerkter Leitungswechsel: Zeit für ein Update
Fällt einmal der VoIP-Provider oder der DSL-Anschluss aus, vermitteln die Fritz!Boxen das Gespräch über eine verfügbare Festnetzleitung. Weder die alte noch die neue Fritz!Box Fon signalisiert das akustisch am Telefon - allein die Leuchtdioden an der Box weisen darauf hin. Allerdings starrt beim Telefonieren wohl kaum jemand ständig auf seine Telefonanlage.
Das schlägt sich bei gewöhnlichen, lange andauernden Telefon-Sitzungen schnell auf der nächsten Telefonrechnung nieder. Zwar bietet die Anlagensoftware der 7050er-Anlage eine Checkbox, mit dem die alternative Festnetzeinwahl gestattet werden kann, doch die Abwesenheit des Häkchens bewegt das Gerät nicht zur Unterlassung dieser Anwahl. Zumindest nicht in der aktuell verfügbaren Firmware-Version 14.03.66.
Nachgefragt
Das Problem mit der unerlaubten Einwahl meldete netzwelt.de prompt an die AVM-Technik. Dort war der Bug in der gerade mal vier Tage alten Firmware noch nicht bekannt, aber schnell identifiziert: "Im Moment stehen alte Fallback-Routine und neue Firmware-Funktion in Konflikt zueinander," erklärt uns Dirk Harte vom AMV-Support. "Seitdem einige VoIP-Provider auch Notrufnummern unterstützen, ist die Fallback-Routine nicht mehr zwingend notwendig."
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.
