Alt gegen Neu - zwei VoIP-Fritz!en im Vergleich
Netzwerk: Alt gegen Neu - zwei VoIP-Fritz!en im Vergleich
Wollte man bisher eine TK-Anlage und eine ISDN-Leitung gleichzeitig anschließen, war das ohne weiteres nicht möglich - Entweder stand die ISDN-Anlage oder die ISDN-Leitung zur Wahl. Dank des zusätzlichen S0-Bus geht jetzt beides. Auch können jetzt Telefone von der TK-Anlage aus Befehle wie zum Beispiel die WLAN-Aktivierung an die Box geben. Mit der analogen Anlagenkopplung an der alten Box war das nicht möglich.
Mehr Telefonanlage
Neben dem zusätzlichen LAN-Port hat sich an den Eigenschaften der Fritz!Box Fon WLAN 7050 als DSL-Router nicht viel geändert. An den Qualitäten als Telefonanlage dagegen um so mehr. Die bei alten Fritz!Boxen gelegentlich auftretenden Rückkopplungen konnten wir nicht feststellen - auch nicht über die angeschlossene Eumex 504PCSE, die in unseren Test die TK-Anlage stellte.
Wer wie in "guten alten Festnetz-Zeiten" verschiedene Anbieter per Call-by-Call nutzen möchte, kann das auch mit Voice-over-IP tun: Die neue Fritz!Box weist jedem eingegebenen VoIP-Provider ein Kürzel zu, um diesen auch per Telefon auswählen zu können. Das Kürzel wird wie eine Vorwahl vor der Rufnummer eingegeben. Wer trotz günstiger Internettelefonie einmal über das Festnetz telefonieren möchte, wählt das voreingestellte Festnetz-Kürzel *111# vor.
Rauschen am analogen Anschluss
Reibungslos läuft das analoge Gespräch dann nicht immer. An einigen T-Net-Anschlüssen tritt bei Festnetzgesprächen über die Fritz!Box Fon ein starkes Hintergrundrauschen und teilweise Sprachqualitätsstörungen auf. Auf diesen Hinweis eines Netzwelt-Lesers und der Lektüre einiger Foren versuchten wir, diese Störung am eigenen Ohr zu erfahren - vergeblich. An zwei verschiedenen Analog-Anschlüssen ließ sich das Rauschen nicht feststellen.
Auf Anfrage bei AVM teilte uns Pressesprecher Martin Schröder mit, dass das Problem bekannt sei, bisher aber noch nicht isoliert werden konnte. "Die Umstände, wann diese Störung auftritt, sind uns noch nicht bekannt," weiß Sven Lehneke, der bei AVM mit der Fritz!Box-Technik ebenfalls betraut ist. "Möglicherweise hat das mit der Erdung von Endgeräten oder dem Stromkreis zu tun."
Auch Unzulänglichkeiten an der Abschirmung innerhalb der Gebäudeverkabelung hält Lehneke für denkbar - in so einem Fall hat ein Mieter wohl kaum eine Chance auf Abhilfe. "Andere Stromkreise ausprobieren, Endgeräte und Anschlusskabel austauschen - das wären mögliche Sofortmaßnahmen." Wenn das aber auch nicht hilft, sieht es so lange düster aus, bis AVM das Problem auf seine Ursache zurückführen kann. Wer aber noch keine Fritz!Box hat, kann Vorsorge treffen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.
