US-Elektronik-Pionier erlag im Alter von 81 Jahren einem Krebsleiden
Prozessoren & Overclocking: Mikrochip-Erfinder Jack Kilby ist tot
Der US-amerikanische Elektronik-Pionier Jack Kilby ist tot. Der "Vater des Mikrochips" starb bereits am vergangenen Montag im Alter von 81 Jahren infolge eines Krebsleidens. Kilby gilt als Erfinder des ersten integrierten Schaltkreises.
Jack Kilby: Ein Kopf voller Ideen
Die bahnbrechende Idee, die die Grundlage für die Mikroelektronik bildete, entwickelte Kilby während seiner Zeit als Ingenieur bei Texas Instruments: 1958 begann er für das texanische Unternehmen zu arbeiten und bereits am 12. September desselben Jahres präsentierte er der Öffentlichkeit den weltweit ersten Mikrochip - fünf Transistoren, die auf einem Stück Germanium zu einem Schaltkreis verlötet waren.
Insgesamt stand Kilby zwölf Jahre lang bei Texas Instruments in Lohn und Brot. Während dieser Zeit blieb der Mikrochip nicht seine einzige Erfindung: Etwa 60 Patente gingen auf das Konto des Elektronik-Pioniers, wobei er unter anderem auch maßgeblich an der Entwicklung des Taschenrechners und des Thermodruckers beteiligt war. Das Labor, in dem Kilby arbeitete, gilt heutzutage als historische Gedenkstätte.
Späte Anerkennung
Für seine Verdienste im Bereich der Mikroelektronik wurde der als Jack St. Clair Kilby 1923 im US-Bundesstatt Missouri geborene Techniker im Jahr 2000 mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.
