Gnuteligence verspricht kontextgebundene Werbung

Filesharing: Gnutella-Entwickler will Anzeigen verkaufen

Google hat kontextbezogene Anzeigen in der Welt des Webs populär gemacht. Gnutelligence will dem Prinzip jetzt in Tauschbörsen zum Durchbruch verhelfen. Gnutella-Nutzer dürfen sich schon bald auf Anzeigen in ihren Suchergebnissen gefasst machen.

Werbung

Gnutelligence wird von dem ehemaligen Limewire-Mitarbeiter Susheel Daswani betrieben, der auch den Gnutella-Client Gnoozle entwickelt hat. Bisher wird die Werbung lediglich in Limewire und Gnoozle dargestellt. Die Anzeigen selbst tauchen in den Suchergebnissen auf. Jede Anzeige bietet einen Link zu einer Website, auf der dann beispielsweise Dateien zum Kauf angeboten werden können. Die Firma besitzt bisher mit dem Download-Verzeichnis Gofish offenbar erst einen einzigen Werbekunden.

Ganz neu ist die Idee solcher Werbung in P2P-Netzen nicht. Spammer betreiben bereits seit Jahren Bots, die Suchergebnisse meist recht wahllos mit individuell generierten Ergebnissen beantworten. Wer sich dann die entsprechende Date herunterlädt, wird im besten Fall über Links in Mediendateien auf eine Website weitergeleitet. Doch auch Viren und Trojaner werden über diese Methode verbreitet.

Gnutelligence beteuert, nichts mit Spammern oder schlimmerem zu tun zu haben. Alle Suchergebnisse seien eindeutig gekennzeichnet. Außerdem beantworte man nicht jede Suchanfrage, sondern nur die auch tatsächlich vom Kunden gebuchten. Widerspruch erntet er dafür jedoch von seinen ehemaligen Kollegen bei Limewire. Dort denkt man nun offenbar darüber nach, Gnutelligence-Anzeigen zu blockieren.

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