Web-Studie
Internet-Nutzung: Jugendliche lieben das Web
Haben Sie sich jemals gefragt, warum das Privatfernsehen voll von Klingelton- und Sex-Werbespots ist? Weil das die einzigen Werbekunden sind, die bestimmte Sender noch hereinbekommen. Und das hängt offensichtlich damit zusammen, dass niemand das Programm schaut. Woran das liegt, erklärt eine Studie der European Interactive Advertising (EIAA).
Inhaltsverzeichnis
- 1Fernsehen und Radio
- 2Beliebter Zeitvertreib
- 3Spielen und Reden
Fernsehen und Radio
Im Rahmen der Studie wurden 15- bis 24-Jährige Jugendliche und junge Erwachsene aus acht europäischen Ländern zu ihrem Medienkonsum befragt. Das überraschende Ergebnis: Das Internet gräbt dem Fernsehen ordentlich Kundschaft ab. So gaben rund 46 Prozent der Befragten an, dass sie wegen den Internets weniger Fernsehen schauen würden.
Das Radio hingegen kommt besser weg: Nur 22 Prozent der Befragten sind sicher, dass sie dank des Internets weniger Radio hören. Im Mittelfeld befinden sich die klassischen Printmedien wie Zeitungen und Zeitschriften. So vernachlässigen rund 35 Prozent aller Jugendlichen auf Zeitungen und Zeitschriften, seit sie einen Internet-Zugang haben.
Beliebter Zeitvertreib
Dennoch: Bei der Medienzeit, also dem pro Medium investierten Aufwand, liegt das Internet mit 24 Prozent weiterhin zurück. Hier führen Fernsehen mit 31 und Radio mit 27 Prozent der Zeit. In Sachen Internet ist die Jugend allerdings kaum stärker vertreten als zum Beispiel der europäische Durchschnitt. So verbringen der Durchschnittseuropäer ohne Altersklassen-Beschränkung rund 20 Prozent seiner Medienzeit im Web.
Interessant ist, dass Musik einer der Hauptantriebe für Jugendliche ist, sich ins Web zu begeben. So kaufen viele ihre Musik bereits online, zum Beispiel bei Amazon. Zusätzlich werden auch Online-Musikdienste wie iTunes immer beliebter: Rund 47 Prozent der Jugendlichen gab an, bereit zu sein, dort Geld auszugeben. Der großteil der Online-Musiknutzung dürfte aber weiterhin auf Filesharing entfallen.
Spielen und Reden
Ebenfalls wichtig: Spiele und Kommunikation. Jeder weiß, wieviel Zeit er im Web mit Chatten und Online-Spielen verbringt. Für die Werbetreibenden der der EIAA bedeutet das, dass diese Bereiche besonders werberelevant sind.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.
