Frosch erobert die Computer
Zum Verrücktwerden: Crazy Frog vor dem Sprung ins Spielegeschäft
Normalerweise werden Tiere von Menschen gequält. Dass es auch umgekehrt geht, zeigt ein Motoren nachahmender Frosch, der fast so bekoppt ist wie die Leute, die ihm den Weg zum Popstar ebneten. Ausgerechnet im Mutterland der Beatles eroberte der "Crazy Frog", auch bekannt als "The Annoying Thing", die Spitze der Single-Charts.

Frosch im Höhenflug
Nach diesem Erfolg kann sich die Agentur Wallaroo Licensing die Klingelton-Kröte auch gut als Videospielfigur vorstellen. Die Bochumer sicherten sich deshalb die weltweite Exklusivlizenz, vorgesehen ist ein plattformübergreifendes Konzept. Der Hamburger Publisher dtp reagierte prompt und erwarb die Rechte im Bereich Game Boy Advance. Nach Ansicht von dtp-Geschäftsführer Thomas Baur zählt der "Crazy Frog" zu den stärksten Lizenzen, die es zurzeit auf dem Entertainment-Markt gibt.
Froschvater Erik Wernquist sieht den Medienrummel um seinen glubschäugigen Plagegeist mit gemischten Gefühlen. Er hasse den Namen "Crazy Frog", murrt der Schwede auf seiner Website. Stichwort Hass: Auf "I Hate That Crazy Frog Ringtone" dürfen Klingeltongeschädigte die Amphibie auf den Mond schießen - oder wenigstens fast.
